Heißer Draht : Geh- und Radweg „sinnlos“!?

Dazu sagen Leser: Diese Breite eines Rad- und Gehweges ist sinnlos und überdimensioniert.
Dazu sagen Leser: Diese Breite eines Rad- und Gehweges ist sinnlos und überdimensioniert.

Einheitliche Richtlinien in Deutschland bestimmen Ausbau der Rostocker Chaussee

svz.de von
29. Juli 2014, 23:00 Uhr

1. Warum sind in der neu gebauten Rostocker Chaussee in Güstrow die Geh- und Radwege breiter als die Fahrbahnen?

2. Warum ist die Rechtsabbiegespur zum Krankenhaus so kurz?

3. Warum gibt es auf der neuen Straße eine Bustasche am Friedhof, aber keine auf der Seite gegenüber?

Diese Fragen stellen mehrere Leser im “Heißen Draht“. Nicht selten fällt vor allem bei den breiten Rad- und Gehwegen, weil da gar nicht so viele gehen und fahren, die Bemerkung: sinnlos. Die Antworten dazu hat Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow, das den Ausbau verantwortet.

1. Werden beidseitig Geh- und Radwege gebaut, ist das Mindestmaß 2,50 Meter plus ein Sicherheitsstreifen von 75 Zentimeten, weil Schilder, Lampen und Ampelmaste auf dem Streifen stehen (sonst 50). Das legen einheitliche Richtlinien in Deutschland fest. An Einmündungen sind die Wege noch breiter, weil Borde abzusenken sind. Eine Überdimensionierung liegt daher nicht vor. Bewertungen wie „sinnlos“ können nur eine persönliche Meinung wiedergeben, basieren aber nicht fachlichem Verstand.

2. An der Einmündung zum Krankenhaus wäre die Rechtsabbiegespur nicht einmal nötig gewesen, weil der normale Verkehrsfluss die Rechtsabbieger – wie in der Niklotstraße – aufnimmt. Die Entscheidung fiel trotzdem für die Abbiegespur, weil der Verkehr dann doch schneller fließt.

Die Linksabbiegespur zu Lidl hat der Discounter bezahlt. Hätte er das nicht gemacht, wäre diese Abbiegespur nicht gebaut worden.

3. Für die fehlende Bustasche in Richtung Rostock haben das Straßenbauamt bzw. das Land den Grunderwerb nicht hinbekommen. Der Eigentümer wollte Land nicht verkaufen, weil die Haltestelle zu dicht an sein Grundstück gerückt wäre. So müssen dort dann die Busse auf der Fahrbahn halten und Behinderungen müssen in Kauf genommen werden. Auf der anderen Seite hat die Kirche als Eigentümer ein Grundstücksteil verkauft. Deshalb gibt es dort eine richtige Bushaltestelle.

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