Ausstellung "Bilderwelten" in Güstrow : Gegenständliches und Fantasievolles

Marina Wendler-Both steht neben ihrem Bild mit dem Titel 'Skepsis'.REgina Mai
Marina Wendler-Both steht neben ihrem Bild mit dem Titel "Skepsis".REgina Mai

Unter dem Titel "Bilderwelten" öffnete Freitag eine neue Ausstellung in der Städtischen Galerie Wollhalle Güstrow. 19 Künstler stellen sich mit ihren Arbeiten vor, bieten eine Vielfalt von künstlerischen Handschriften.

von
21. September 2012, 07:24 Uhr

Güstrow | Unter dem Titel "Bilderwelten" öffnete gestern Nachmittag eine neue Ausstellung in der Städtischen Galerie Wollhalle Güstrow. 19 Künstler stellen sich mit ihren Arbeiten vor und bieten dem Betrachter eine Vielfalt von künstlerischen Handschriften und Techniken: Arbeiten in Öl oder Acryl, Aquarelle, Collagen, Mischtechniken, Grafiken und Skulpturen.

Das Besondere des Pommerschen Künstlerbundes, den es bereits seit 1916 gibt, ist die Mitgliedschaft von Berufs- und Laienkünstlern. "Eine Gruppenausstellung in dieser Kombination hatten wir bisher noch nicht", sagt Monika Passow von der Kulturabteilung der Stadt. Sie lobt die Vielfalt, die von Köpfen aus Granit von Franz-Albert Tröster bis zum "Geäst", ein Bild in Mischtechnik von Garbriele Köpp reicht. "Es ist sehr viel Gegenständliches und trotzdem auch Fantasievolles zu sehen", schätzt Passow ein und empfiehlt dem geneigten Besucher nicht ein Bild nach dem anderen zu betrachten, sondern sich einmal in die Mitte des Raumes zu stellen und den Blick von Bahnen und Sichtachsen leiten zu lassen. So werde der Betrachter einmal auf die Köpfe aufmerksam und entdeckt im Gang einen Polarzyklus mit Landschaften, nimmt die Verbindung der Köpfe aus Granit mit den in ähnlichem Farbton gehaltenen, sehr sparsam mit Tusche gezeichneten Landschaften auf Hiddensee wahr.

Lieselotte Schlösser nannte bei ihrer Einführung in die Ausstellung unter anderem Prof. Dr. Manfred Prinz, der es in seinen Aquarellen verstehe, die Frische des Eindrucks einzufangen, der Objekte nicht abbildet, sondern interpretiert. Auch Monika Bertram habe sich weit von gegenständlichen Darstellungen entfernt und habe einen ganz eigenwilligen Blick auf die Dinge entwickelt. Lieselotte Schlösser machte auf ihre Bilder "Erdhaut I und II" aufmerksam. Andere Künstler würden so wie das immer im Pommerschen Künstlerbund gewesen sei, auf den sie umgebenden Lebensraum Bezug nehmen.

Die "Bilderwelten" sind bis zum 18. November in der Wollhalle zu sehen. Danach zeigt Ute Mohns aus Tarnow Malerei. Kombiniert wird die Präsentation mit Palstik von Sylvia Hagen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen