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Unfallschwerpunkt: Brücke über A 19 bei Linstow : Gefahrenquelle Autobahnbrücke

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Wilfried Baldermann schlägt Alarm. Der Bürgermeister der Gemeinde Dobbin-Linstow übt heftige Kritik an der neu gebauten Autobahnbrücke über die A 19 bei Linstow und bezeichnet sie als "Unfallschwerpunkt".

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erstellt am 21.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Linstow | Wilfried Baldermann schlägt Alarm. Der Bürgermeister der Gemeinde Dobbin-Linstow übt heftige Kritik an der neu gebauten Autobahnbrücke über die A 19 bei Linstow und bezeichnet sie als "Unfallschwerpunkt". Am 10. August in der Mittagszeit habe sich in kürzester Zeit in Folge, und zwar bereits zum dritten Mal, im Bereich der neuen Autobahnbrücke (Anfahrt/Abfahrt A 19 Linstow) ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. "Dieses erneute Ereignis erfüllt mich als Bürgermeister der Gemeinde Dobbin-Linstow mit großer Sorge und ich appelliere deshalb an die zuständigen Behörden, hier schnellstmöglich zu handeln und Abhilfe zu schaffen", so Baldermann gestern gegenüber unserer Zeitung.

Baldermann will die Geschwindigkeit über die Brücke von 70 auf 50 km/h reduzieren und Hinweisschilder "Unfallschwerpunkt" installieren lassen. Er wisse jedoch aus seiner langjährigen Tätigkeit als Bürgermeister, wie schwer sich Behörden mit der Meinung ehrenamtlicher Kommunalpolitiker tun würden. "Ich bin aber der Meinung, dass bei der Projektierung der Brücke Fehler unterlaufen sind, die sicherlich dem Prinzip der Sparsamkeit geschuldet sind, denn die Anfahrtswinkel zur Autobahnbrücke sind zu steil. Somit ist der entgegenkommende Verkehr schlecht einzusehen", sagt Baldermann.

Dem widerspricht Ronald Normann, Dezernent im Straßenbauamt Güstrow, vehement. "Ein Unfallschwerpunkt an dieser Stelle ist uns nicht bekannt. Ursachen für die bisherigen Unfälle waren Unachtsamkeit und überhöhte Geschwindigkeit", reagiert er auf die Vorwürfe. Was Baldermann sage, seien Bauchgefühle und entspreche nicht der Realität. Fehler seien beim Brückenbau keineswegs unterlaufen, sondern "es wurde richtlinienkonform gebaut", unterstreicht er. "Nach welcher Richtlinie soll denn hier falsch gebaut worden sein?", fragt Ronald Normann in Richtung Wilfried Baldermann.

Auch laut Polizeiinspektion Güstrow würden die "nackten Zahlen" bisher keinen Unfallschwerpunkt an dieser Stelle begründen. Dennoch: "Seit Januar dieses Jahres haben sich an der Autobahnbrücke Linstow sechs Unfälle ereignet, also quasi einer jeden Monat", sagt Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion. Dabei gab es zwei Schwerletzte und einen Leichtverletzten, einmal entstand zudem erheblicher Sachschaden.

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