Stadtmuseum Güstrow : Gefährdete Exponate im Stadtmuseum gesichert

Froh über die erfolgreiche erste Teilrestaurierung der wertvollen Schränke im Stadtmuseum Güstrow: Brigitte Kornmesser, Iris Brüdgam und Restaurator Thomas Merkel (v.l.)
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Froh über die erfolgreiche erste Teilrestaurierung der wertvollen Schränke im Stadtmuseum Güstrow: Brigitte Kornmesser, Iris Brüdgam und Restaurator Thomas Merkel (v.l.)

Erste Teilrestaurierung wertvoller Schränke erfolgreich abgeschlossen - Kosten für weitere Maßnahmen rund 10 000 Euro.

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18. März 2016, 05:00 Uhr

Der erste Teilabschnitt ist geschafft: Gestern präsentierte das Güstrower Stadtmuseum die ersten Ergebnisse der aufwendigen Restaurierung von zwei barocken Dielenschränken aus dem 18. Jahrhundert. Zwei weitere Restaurierungsabschnitte werden bis 2017 noch folgen, so Museumsmitarbeiterin Iris Brüdgam. „Die Notsicherung dieser besonders gefährdeten Exponate war erfolgreich. Es war wichtig, damit anzufangen, damit die Schränke nicht noch weiter kaputt gehen“, sagte sie.

Beide Schränke weisen deutliche Schäden auf, die sowohl die Originalsubstanz als auch die Funktionalität der Möbel akut gefährden. Die erste Teilrestaurierung konnte nur mit Hilfe der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim (AWG) bewerkstelligt werden. Sie schoss 2900 Euro zu, weil die im Haushalt 2015 der Stadt eingestellten Mittel für die Restaurierung nicht ausreichten. „Ohne diese Hilfe wäre die Originalsubstanz unwiederbringlich verloren gegangen“, so Iris Brüdgam. Brigitte Kornmesser von der AWG kündigte an, das Projekt weiter unterstützen zu wollen. „Wir werden uns auch zukünftig an den Kosten der Restaurierung beteiligen“, sagte sie gestern. Für die nächsten beiden Restaurierungsabschnitte sind rund 10 000 Euro veranschlagt.

Diplom-Restaurator Thomas Merkel aus Klein Grabow hatte im November mit der Arbeit an den Schränken begonnen. Er besserte Schnitzereien und Fehlstellen aus, arbeitete die Türen in seiner Werkstatt auf und schloss durch Trockenheit entstandene Risse. Um Schäden auch an anderen Ausstellungsobjekten künftig zu vermeiden, benötigt das Museum dringend sechs Luftbefeuchter. „Durch die Heizungsluft ist es im Museum zu trocken“, sagt Iris Brüdgam. Die Anschaffungskosten in Höhe von rund 30 000 Euro sind bereits in den Doppelhaushalt 2016/17 der Stadt eingestellt. Allerdings ist der Haushalt noch nicht genehmigt.  

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