Hundetraining : Geduld und Konsequenz

Hundetrainer müssen seit diesem Jahr eine Ausbildung nachweisen

Wer künftig in Deutschland gewerbsmäßig Hunde ausbilden möchte, benötigt dafür einen entsprechenden Ausbildungsnachweis. Das regelt seit diesem Jahr das Deutsche Tierschutzgesetz. Und das sei auch gut so, sagt Hundetrainer Frank Demke (52) aus Sabel. Er hat 2005 die Chiemgauer Hundeschule mit einer theoretischen und praktischen Prüfung erfolgreich absolviert.

Im Landkreis Rostock erteilt als zuständige Behörde das Veterinär-und Lebensmittelüberwachungsamt die Erlaubnis. Im Amt sind vor dem Betreiben einer gewerbsmäßigen Hundeausbildung entsprechende Sachkundenachweise vorzulegen. „Das können entweder entsprechende Ausbildungsnachweise oder Zertifikate nach dem erfolgreichen Abschluss einer Hundetrainerschule sein“, erläutert Frank Demke.

Er bildet seit neun Jahren in Mecklenburg-Vorpommern mit einer mobilen Hundeschule Hunde aus. In ihr erfährt der Hundehalter zum Beispiel wie der eigene Hund tickt und welche Maßnahmen er selbst einleiten kann damit aus einem spröden Jungtier gehorsamer Begleiter fürs ganze Leben wird. „Hunde folgen bestimmten Regeln, die die Natur vorgibt. Und die muss man einfach kennen, wenn man einen Hund sehr gut ausbilden will“, erklärt Demke. Durch diese wird unter anderem verhindert, dass zum Beispiel bei der Hundeausbildung keine Stachelwürger zum Einsatz kommen, sondern die Hunde mit Körpersprache ausgebildet werden. „Mit ihr bringt der Hund den Halter später kaum in eine brenzlige Situation“, erläutert Frank Demke. Daher beginnt die Hundeausbildung bei ihm zunächst immer mit einem Vorgespräch. Anschließend kommen dann praktische Übungen dazu. „Denn Geduld und Konsequenz sind bei der Hundeausbildung der Schlüssel zum Erfolg. Jedoch nur wenige Hundehalter wissen das“, so Demke. So gebe es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nur wenige Hundehalter, die eine professionelle Hundeausbildung in Anspruch nehmen und erst einen Hundetrainer aufsuchen, wenn der eigene Hund zu einem Problem geworden ist. Mit der neuen Erlaubnispflicht wird sich dies in Zukunft vielleicht ein wenig ändern, denkt Demke.


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