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25. Jahrestag Mauerfall : Gedenktafel für Friedliche Revolution gesichert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kunst- und Altertumsverein Güstrow hat Geld zusammen / Enthüllung zum 25. Jahrestag am 27. Oktober

von
erstellt am 25.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Es ist geschafft. Die 5000 Euro für die Erinnerungstafel am Amtsgericht für die Friedliche Revolution in Güstrow sind zusammen. Lief die Spendenaktion des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow zunächst schleppend, freut sich Vereinsmitglied Ingbert Gans jetzt, die Gedenktafel bei dem bekannten Künstler Jörg Herold in Auftrag geben zu können. „Kommendes Wochenende ist eine Zusammenkunft mit ihm geplant“, sagt Gans.

Die restlichen 500 Euro spendete der SPD-Ortsverein Güstrow. Gleichzeitig hatte Torsten Renz (CDU) an die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtvertretung geschrieben, das restliche Geld für die Gedenktafel zur Verfügung zu stellen. „Das traf sich mit unseren Überlegungen“, sagt Hartmut Reimann von der SPD. Doch da der Kunst- und Altertumsverein noch weiteres Geld für eine Broschüre zur Gedenktafel sowie zur Friedlichen Revolution in Güstrow benötigt, schlägt er vor, dass alle Fraktion dafür zusammenlegen.

Ingbert Gans ist allen Spendern dankbar. In der begleitend zur Einweihung der Gedenktafel geplanten Broschüre sollen die Spender aufgelistet werden, kündigt er an. Die Enthüllung am Amtsgericht ist am 27. Oktober geplant, dem 25. Jahrestag der großen Demonstration in Güstrow. Mehr als 20 000 Bürger zogen damals durch die Stadt und stellten Kerzen am Gebäude der SED-Kreisleitung auf, heute Sitz des Amtsgerichts. Schließlich gab es noch eine große Abschlusskundgebung im Dom. „Die Güstrower haben am 27. Oktober 1989 ein Zeichen gesetzt für den ganzen Norden. Das sollte man heute und in Zukunft würdigen“, erklärt Gans die Intention des Kunst- und Altertumsvereins für die Erinnerungstafel zur Friedlichen Revolution.

Rauchspuren der damals aufgestellten Kerzen sind heute noch zu sehen. In die Erinnerungstafel von Jörg Herold werden diese Spuren integriert und somit auf Dauer bewahrt. Herold lebt in Leipzig und Rothspalk und befasst sich in seinen Werken mit der Aufarbeitung deutscher Geschichte am Beispiel einzelner Ereignisse und Schicksale. Am Amtsgericht wird eine Glastafel angebracht, mit Öffnungen auf den Diagonalen. Die obere fokussiert den Blick auf die Kerzenspuren, die untere zeigt ein Schwarz-Weiß-Foto des Güstrowers Eckhard Sturz aus der Revolutionszeit, das auf Edelstahl übertragen wird.

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