Dom Güstrow : Gedenken unter dem Schwebenden

Der Schwebende von Ernst Barlach im Güstrower Dom
Der Schwebende von Ernst Barlach im Güstrower Dom

Vortrag im Güstrower Dom „Ernst Barlach und Claus Berg – Künstlerbeziehungen über Jahrhunderte“.

svz.de von
04. August 2016, 12:00 Uhr

In guter Tradition wird die Domgemeinde Güstrow am 23. August wieder an die Abnahme des Schwebenden von Ernst Barlach als „entartete Kunst“ im Jahre 1937 erinnern. Zu diesem Abend „des schmerzlichen Bewussthaltens“, wie Pastor Christian Höser es nennt, wird um 19.30 Uhr in die Nordhalle des Güstrower Doms eingeladen.

Ernst Barlach begegnete in Güstrow herausragenden Schnitzwerken des ausgehenden Mittelalters. Mit den Aposteln von Claus Berg im Dom und dem spätgotischen Flügelaltar des Brüsseler Holzschnitzers Borman in der Pfarrkirche begegneten ihm hier zudem Meisterwerke einheimischer Holzschneidekunst. Welche Berührungs- und Spannungspunkte darin stecken, soll an diesem Abend unter Anleitung von Dr. Jan Friedrich Richter nachgegangen werden. Er hält den Vortrag „Ernst Barlach und Claus Berg – Künstlerbeziehungen über Jahrhunderte“.

Als promovierter Kunsthistoriker ist Jan Friedrich Richter profunder Kenner der mittelalterlichen Holzskulpturen und Tafelmalerei im norddeutschen Raum. Er ist Verfasser diverser Publikationen, z.B. von Monographien zu den Bildschnitzern Claus Berg und Hans Brüggemann. Ebenso weisen seine wiederholten Beauftragungen, große Ausstellungsprojekte zu kuratieren, ihn als anerkannten Fachmann aus. Zuletzt „Lübeck 1500 – Kunstmetropole im Ostseeraum“, zu der auch die Domgemeinde Güstrow einen Apostel ausgeliehen hatte. Derzeit ist Richter beauftragt, die Ausstellung „Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg“ in Potsdam zu erarbeiten.

Der Abend wird musikalisch von Domkantor Martin Ohse auf der Orgel umrahmt.

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