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Güstrower Anzeiger

18. August 2017 | 03:23 Uhr

Laage : Geburtstag mit Mietern feiern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laager Wohnungsgesellschaft besteht seit 20 Jahren / Erster Meilenstein: Sanierung der Wohnblöcke in der Rudolf-Harbig-Straße

Die Stadt hatte bereits mit der Sanierung der Wohnblöcke in der Rudolf-Harbig-Straße in Laage begonnen, als sich im April 1994 die Laager Wohnungsgesellschaft (LWG), eine 100-prozentige Tochter der Stadt, gründete. So markierte dieses Wohnviertels den ersten Meilenstein in der nun 20-jährigen Geschichte der Gesellschaft. Am Sonnabend möchte die LWG insbesondere mit ihren Mietern, mit Geschäftsfreunden und Weggefährten im Laager Albertinum feiern.


Start mit 274 Wohnungen


Die Privatisierung der bis dahin kommunalen Wohnungen sei im Einigungsvertrag festgeschrieben, macht Geschäftsführer Karl-Heinz Schwarz aufmerksam. 274 Wohnungen hatte die LWG vor 20 Jahren im Bestand, 164 davon befinden sich in der Rudolf-Harbig-Straße. Deshalb sei die Sanierung damals so wichtig gewesen. „Alle Wohnungen waren vermietet, aber die Mieter haben wunderbar mitgespielt und manche Unannehmlichkeit ertragen“, berichtet der LWG-Geschäftsführer. Inzwischen sei über Arbeiten nachzudenken, die das Wohnviertel aufwerten können. „Wir bräuchten Fahrstühle“, nennt Schwarz ein Beispiel. Um das Treppensteigen ganz vermeiden zu können, müssten sie in die Häuser integriert werden, was bei voller Belegung sehr schwierig sei. Deshalb, so berichtet Schwarz, favorisiere man derzeit einen Neubau mit acht Wohnungen im Viertel. So könne man Ausweichquartiere anbieten, um Aufgang für Aufgang Fahrstühle einbauen zu können.

Ende der 1990er-Jahre kaufte die Stadt vom Bund 300 Wohnungen in Kronskamp und sah sich später gezwungen, nach schief gelaufenen Privatisierungen von einem Zwangsverwalter weitere Wohnungen zu übernehmen. 560 Wohnungen wurden abgerissen. „Kronskamp hat uns fast an den Rand des Ruins gebracht“, schätzt der Geschäftsführer, auch Kämmerer in der Stadtverwaltung Laage, ein. Sechs Wohnblöcke blieben, das Umfeld sei ordentlich gestaltet worden. „Eigentlich ist es ein vernünftiger Wohnort, aber gegen den schlechten Ruf sieht man sich eher machtlos“, denkt Schwarz. So sei Kronskamp mit 150 sanierten Wohnungen bis heute ein Sorgenkind. Den Leerstand beziffert Schwarz mit 20 Prozent.

Nicht viel besser sehe es in den Dörfern aus. Die Wohnblöcke in Liessow, Kritzkow und Weitendorf hätten eher keine Zukunft. Vor diesem Hintergrund sei eine Entscheidung für Sanierungsarbeiten schwer. „Ganz aufgeben können wir sie aber auch nicht“, sagt Schwarz. In Laage habe man dagegen kaum Leerstand.


Engagement bei Altstadtsanierung


Als dritten Meilenstein in der Entwicklung der Laager Wohnungsgesellschaft sieht Schwarz das Engagement der Gesellschaft in der Innenstadt. Saniert wurden die Häuser in der Hauptstraße 10 und 13. Letzteres sei besonders gut gelungen, betont Schwarz. „Wo sich kein privater Investor findet, springt die Wohnungsgesellschaft ein“, sagt der Geschäftsführer. Inzwischen sei wieder ein größeres Interesse an Wohnhäusern in der Laager Altstadt zu verzeichnen, so dass dies nicht notwendig sei.

638 Wohnungen lässt die LWG durch die Bützower Wohnungsgesellschaft bewirtschaften. Eigenes Personal hat sie nicht. Anfangsprobleme sieht Karl-Heinz Schwarz überwunden. „Die LWG ist eine gesunde Gesellschaft“, schätzt der Geschäftsführer ein und verweist auf positive Jahresergebnisse seit 2012. Das will man mit den Mietern am Sonnabend feiern.


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erstellt am 24.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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