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Hilfe für Kinder : Ganzen Tag für Afrika gearbeitet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

„Dein Tag für Afrika“ am John-Brinckman-Gymnasium Güstrow / Schüler erarbeiten rund 2500 Euro für Kinder auf schwarzem Kontinent

Arbeit statt Schule – dieses Prinzip kannten die 8. Klassen des John-Brinckman-Gymnasiums aus Güstrow noch aus dem vergangenen Jahr. Jeder Schüler musste sich wieder für einen Tag eine Arbeit in einem Betrieb suchen, zu Hause putzen oder einen Kuchenbasar organisieren. Dieser Tag nennt sich „Dein Tag für Afrika“ und wurde von der Organisation „Aktion Tagwerk“ ins Leben gerufen. Bundesweit nehmen jährlich Tausende Schüler daran teil. Am Brinckmangymnasium wurde der Afrika-Tag wieder von Schulsozialarbeiterin Katrin Doer organisiert.

„Vorwiegend kommen die Teilnehmer aus den 7. und 8. Klassen unserer Schule, manchmal sind auch ein paar 9. und sogar 10. Klassen beteiligt“, sagt Katrin Doer, „Das wechselt jedes Jahr, dieses Mal nahmen drei 7. Klassen, eine 8. Klasse und zwei 9. Klassen von uns teil“. Jede Klasse bekommt ungefähr 300 bis 500 Euro zusammen, dieses Jahr erarbeiteten die sechs beteiligten Klassen ca. 2500 Euro. Ein stattliches Ergebnis. Die Hälfte des Geldes geht an „Aktion Tagwerk“, die andere Hälfte bekommt die Organisation „Bützower für Gambia“.

„Aktion Tagwerk“ nutzt das Geld für Kinder aus Ruanda, „Bützower für Gambia“ beschafft davon Schulmaterialien für die Kinder aus Labakoreh. „Ich halte es für wichtig, dass die Schüler sich für Gleichaltrige engagieren, denen es nicht so gut geht und die in ein Leben hineingeboren wurden, in dem ihnen nicht alle Möglichkeiten offen stehen“, sagt die Schulsozialarbeiterin. „Man muss auch über den Tellerrand hinausgucken. Außerdem setzen beide Organisationen das Geld sehr zielgerichtet vor Ort ein. Man kann sicher sein, dass das Geld auch wirklich sinnvoll verwendet wird“, sagt Katrin Doer. Sie ist auch den Eltern sehr dankbar, da viele Kinder in den Firmen der Mütter oder Väter arbeiteten.

Dieses Jahr schlossen sich acht Schüler aus der Klasse 8c zusammen und organisierten in dieser Woche einen Kuchenbasar. Sie verkauften ihren selbstgebackenen Kuchen im Rathaus und im Kreishaus. Im Rathaus hatten sich Wibke Görs, Lea Reinbold, Timo Böttcher und Lukas Ramin platziert. Timo hatte bereits im vergangenen Jahr mitgemacht. „Der Kuchenbasar war eigentlich nur eine Notlösung, da wir nichts anderes gefunden haben, aber es hat uns auch Spaß gemacht“, berichten Lea und Wibke. Die vier Jugendlichen verkauften u.a. Papageienkuchen, Mandarinenkuchen und Muffins. Lukas und Timo liefen sogar kurzzeitig durch die Stadt und machten Leute auf ihren Basar aufmerksam. Auch die beiden Jungen hatten ihre mitgebrachten Kuchen alleine gebacken. „In diesem Jahr machten zwar doppelt so viele an unserem Kuchenbasar mit und wir verkauften länger, jedoch nahmen wir insgesamt leider mit beiden Ständen nur 80 Euro ein“, erzählt Tina Steinhöfel. Die Schülerin hatte mit drei anderen Klassenkameradinnen Kuchen im Kreishaus verkauft.

Ihr Klassenkamerad Dennis Möller verbrachte seinen „Tag für Afrika“ im Schornsteinfegerbetrieb Murr. „Ich habe hauptsächlich die Heizungen gemessen“, sagt der Schüler aus der 8c. Er kam auf den Betrieb, weil der Leiter ein Freund von seinem Vater ist. „Ich interessiere mich aber auch so für den Beruf eines Schornsteinfegers und könnte mir vorstellen, es später auch beruflich zu machen“, fügt Dennis hinzu.

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