Kunstnacht : Ganz viel Kultur in kleinen Häppchen

Regina Erbentraut und Tilmann Weselowski vom Kunst- und Altertumsverein freuen sich auf viele Besucher zur 15. Kunstnacht in Güstrow.
Regina Erbentraut und Tilmann Weselowski vom Kunst- und Altertumsverein freuen sich auf viele Besucher zur 15. Kunstnacht in Güstrow.

Kunstnacht am Freitag in Güstrow / Vielfältige Angeboten an 18 Veranstaltungsorten

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30. September 2015, 01:08 Uhr

Kulturvoll können die Güstrower und ihre Gäste mit Start am Freitagabend durch die Nacht zum Tag der Deutschen Einheit kommen. Es ist wieder Kunstnacht, die 15. Auflage mit 18 Veranstaltungsorten. „Variationen im Rahmen des Bewährten“ verspricht Regina Erbentraut, Vorsitzende des veranstaltenden Kunst- und Altertumsverein. Es gebe Rituale (z.B. Versorgung durch den Rotaryklub auf dem Franz-Parr-Platz), mit denen man unmöglich brechen könne, aber auch immer wieder Neues. In die Liste der Teilnehmer reiht sich erstmals das Café Hahn ein, andere pausieren dafür mal.

Die Palette der Programmpunkte reicht von der Ausstellungseröffnung über viele musikalische Angebote, Krimilesungen, Improvisationstheater und ein Einpersonenstück bis zur nächtlichen Führung über den Gertrudenfriedhof und Gitarrenklängen zum Ausklang der Kunstnacht. Genießen, plaudern und durch das nächtliche Güstrow lustwandeln – jeder Besucher kann sich sein individuelle Programm zusammenstellen. Die Musiker im Schloss – Konzert für Harfe und Flöte – werden Pausen machen, was das Kommen und Gehen der Besucher erleichtert, erklärt Erbentraut. Kurze Lesungen kündigt Tilmann Weselowski von der Uwe-Johnson-Bibliothek an. Katharina Peters liest aus ihren Rügen-Krimis. Die seien inzwischen Kult und für kleine Lesungen wie gemacht, betont Weselowski. Was die Leute an der Kunstnacht mögen, das sind die kleinen Orte des Geschehens, der kleinere Charakter, der etwas von familiärer Wärme ausstrahlt, sind sich die beiden Mitstreiter aus dem Kunst- und Altertumsverein einig.

Einen ganz besonderen Charakter verspricht das „Friedhofsgeflüster“ mit Anja Kretschmer auf dem Gertrudenfriedhof ab 22 Uhr. Im Programm allein mit traditioneller Flamencokunst notiert, habe sich die Möglichkeit einer Friedhofsführung kurzfristig ergeben, erklärt Carola Brauer von der Ernst-Barlach-Stiftung. Die Kunsthistorikern vermittelt Wissenswertes über die Bestattungs- und Trauerkultur des 16. bis 19 Jahrhunderts, erklärt Todesauffassungen und spannt den Bogen von Bestattungsbräuchen bis zum Aberglauben und zu regionalen Sagen. „Wir sind ganz gespannt“, sagt Carola Brauer und weist darauf hin, dass – da nicht im Programm – ein kleiner Eintritt erhoben wird. Den offiziellen Schlusspunkt setzen Gitrarrenklänge im Heizhaus 

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