Güstrow : Game of Thrones begeistert

Hanna Sachs, Simon Mantei und Ines Ripperger-Thoß (v.l.) sind Fans des Fantasy-Epos Game of Thrones.
Hanna Sachs, Simon Mantei und Ines Ripperger-Thoß (v.l.) sind Fans des Fantasy-Epos Game of Thrones.

Güstrower Schüler lieben die verschiedenen Charaktere, Intrigen und Machtspiele in der bekannten Fantasy-Serie Game of Thrones.

svz.de von
15. April 2017, 05:00 Uhr

Die Aussage „Der Winter naht“ trifft auf die momentane Jahreszeit wohl nicht zu, spielt aber eine große Rolle im aktuell größten Fantasy-Epos: Game of Thrones. Als Motto einer der handelnden Familien, den Starks, ist dies der Kernsatz der US-amerikanische Fantasyserie aus den Federn von David Benioff und Daniel Brett Weiss. Weltweit gibt es viele Fans der verzwickten Geschichte rund um den eisernen Thron, die Intrigen und Machtspiele thematisiert. Auch Güstrower Schüler sind begeistert von der Sendung.

„Ich bin durch meine Schwester und deren Freund auf die Serie gestoßen und war so von der Handlung fasziniert, dass ich sie einfach gucken musste“, erzählt Hanna Sachs. Die 17-jährige Schülerin ist begeistert von den verstrickten Handlungen und Intrigen, die durch die vielen unterschiedlichen Charaktere entstehen. Besonders angetan ist sie von einem der wichtigsten Charaktere, Daenerys Targaryen, die als unscheinbare Frau in die Handlung eintritt und zum Ende eine große Machtposition inne hat. „Daenerys ist die Besonderheit der Serie für mich persönlich. Sie ist ein sehr inspirierender Charakter mit unverwechselbarem Kampfgeist und einem Herz aus Gold. Ihre Geschichte ist einfach atemberaubend“, sagt die Schülerin.

Die Charaktere und deren Rollenverteilung stellen das wichtigste Merkmal der Serie dar. Hauptfiguren gibt es nicht, wichtig erscheinende Personen sind schon bald Vergangenheit. „Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet. So können zunächst unwichtige Personen zu ganz großen werden mit unverzichtbarem Wert. Und von einem Augenblick auf den anderen sind sie wieder weg. Solche abrupten Szenen, in denen wichtige Personen sterben, sind immer sehr überraschend und nehmen mich meist auch total mit“, erzählt Ines Ripperger-Thoß. Zusammen mit ihrem Freund hat sie begonnen, die Serie zu gucken und konnte nicht wieder damit aufhören. Die Schülerin sieht die Besonderheit ebenfalls in der Person von Daenerys Targaryen. „Ich liebe ihre selbstbewusste Art und wie gut sie mit Menschen umgeht, die ihr eigentlich untergeordnet sind. Außerdem hat sie Drachen“, sagt die 17-Jährige.


Zwischen Sympathie und Antipathie


Neben Daenerys ist auch der gutmütige Jon Schnee sehr beliebt bei den Schülern. Der Wächter auf der Mauer kämpft stets gegen jedwede Bedrohung. „Jon ist es egal, was andere denken. Er trifft seine eigenen Entscheidungen, tut das, was er für richtig hält. Meist sind andere damit nicht einverstanden, aber er tut es trotzdem, weil er an das Wohl aller denkt und es sogar über sein eigenes stellt. Seine Figur ist mir unglaublich sympathisch“, erklärt die 16-jährige Sarah Sahin. Die Schülerin ist erst vor zwei Monaten auf den Geschmack der Serie gekommen, war aber sofort überzeugt. „Meine beste Freundin hat mich darauf gebracht. Ich war der Serie gegenüber immer sehr skeptisch, musste sie dann aber zusammen mit ihr gucken und war begeistert“, macht die Schülerin deutlich. „Es ist toll, dass es in der Serie so viele Geheimnisse gibt, die nach und nach aufgeklärt werden. Das ist super spannend“, fügt Sarah hinzu.

Nicht alle Charaktere sind jedoch beliebt, da sind sich die Schüler einig. Obwohl fast jeder Charakter einen wunden Punkt hat, der ihn sympathischer macht, hegen die Fans gegen einige nur Antipathie. Dazu gehört auch der spätere Jungkönig Joffrey Baratheon, der durch und durch grausam erscheint. „Joffrey ist einfach nur gewalttätig und brutal. Er liebt es, andere leiden zu sehen. Nichts an ihm ist liebenswert“, erklärt Ines Ripperger-Thoß ihre Abneigung. Und doch gehören auch solche Charaktere fest zum Spiel um den eisernen Thron und sorgen für Spannung. Sie machen einen Teil der großen Begeisterung um Game of Thrones aus, der schon seit etlichen Jahren andauert. „Die Serie hat einen berechtigten Hype ausgelöst. Es kommt vielleicht durch die unverwechselbaren Charaktere und die Frage, wer den eisernen Thron besteigen wird. Game of Thrones zeigt besondere Wege, um Probleme zu lösen, die auch in der Realität weiterhelfen können. So wird immer wieder deutlich sichtbar, dass größere Probleme nicht mit Gewalt oder Geschrei bekämpft werden können, sondern eher mit Grips“, resümiert Hanna Sachs.


Auch als Romanreihe beliebt


„Vorher gab es bereits die Bücher, die auf der ganzen Welt sehr erfolgreich sind. Die Serie dazu war nur noch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat“, erklärt Sarah Sahin, die sich durchaus vorstellen könnte, auch die große Romanreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George Raymond Richard Martin in Angriff zu nehmen.

Simon Mantei hat sich bereits an die umfangreiche Reihe, bestehend aus bisher zehn Bänden, herangetraut. Der Schüler liest die Bücher, anstatt die Serie zu gucken und ist bereits beim vierten Teil angelangt. „Ich mag dieses mittelalterliche Fantasy-Genre und die Spannung. Kaum ist dir eine Person sympathisch, stirbt sie. Das macht die Geschichte aus. Alles ist durch und durch unerwartet“, sagt Simon.

Ob nun Buch oder Serie, Game of Thrones steht ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Jugendlichen. Und das, obwohl die erste Folge bereits vor sechs Jahren ausgestrahlt wurde. Nun freuen sich die Güstrower Schüler auf die bevorstehende siebte Staffel, die im Sommer erscheinen und die Vorletzte sein wird.

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