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Neue Galerie : Galerie Johannes Müller eröffnet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Würdiger Platz für Werke des Malers mit Ausstellungsraum und Archiv in Kossow geschaffen / Ein Ziel: Kulturpunkt entwickeln

„Vielleicht kann es ein Kulturpunkt werden. Ich glaube, das hätte ihm gefallen“, sagt Doreen Müller kurz nach der Eröffnung der Galerie/Künstlerarchiv Johannes Müller in Kossow, wo der Rostocker Maler seit 1990 lebte. „Zu seinem 79. Geburtstag haben seine Bilder nun einen würdigen Platz gefunden“, fügt die Witwe des vor knapp zwei Jahren gestorbenen Künstlers hinzu. Dafür entstand auf dem Grundstück ein neues Gebäude.

Auf eine Kopfbüste und ein Foto des Malers fällt zunächst der Blick im lichtdurchfluteten Ausstellungsraum. Zur Eröffnung sei es ein bisschen so gewesen, als ob Johannes Müller anwesend gewesen sei, sagt Doreen Müller. Der Kopf sei von seinem Freund, dem 2011 gestorbenen Bildhauer Jo Jastram, gemacht worden, erzählt sie. Zu sehen sind als erstes Architekturbilder und so genannte Materialbilder. Die Verwendung von Asche, Kalk und zerstoßenen Ziegelsteinen habe er auf dem Lande entdeckt, erzählt Doreen Müller. Manchmal sei im Haus explizit nur mit Holz geheizt worden, damit die Asche eine ganz bestimmte Farbe habe. Als die Eheleute 1990 von Rostock nach Kossow zogen, sei das für den Stadtmenschen Johannes Müller nicht einfach gewesen. Er wollte nicht aufs Land, sie schon.

Auch im Archiv hängen Werke von Johannes Müller, der einer der profiliertesten Maler Mecklenburg-Vorpommerns war. In den 1970er-Jahren habe ihr Mann viel am Volkstheater und auch im Rostocker Zoo gemacht. Stets seien es Serien gewesen, die die Entwicklung eines Bildes vom Abbild zu einer mehr flächigen Darstellung zeigen würden, erklärt Doreen Müller.


Werkverzeichnis und Buch geplant


Geplant seien ein Werkverzeichnis und ein Buch. „Es soll einen Querschnitt der Arbeiten vom Ende der 1950er-Jahre bis 2012 zeigen“, kündigt Doreen Müller an. Gedacht sei weiterhin daran, neben den Arbeiten ihren Mannes in der Galerie auch Werke befreundete Kollegen, anderer Maler und Bildhauer zu zeigen. Auch an Lesungen und Musikveranstaltungen denke man.

An den Öffnungszeiten arbeite man noch. Bis dahin sei ein Besuch nach vorheriger Absprache (Telefon 0 38 43/3 06 05 oder E-Mail kontakt@galerie-kuenstlerarchiv.de.)möglich.


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