Ausstellung : Galerie des Güstrower Sports

Robert Abrahams von den Sportchronisten (r.) beschreibt Besuchern die Porträts.  Fotos: eckhard Rosentreter (2)
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Robert Abrahams von den Sportchronisten (r.) beschreibt Besuchern die Porträts. Fotos: eckhard Rosentreter (2)

Verein Sportchronisten eröffnete Dauerausstellung in Sport- und Kongresshalle

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05. September 2015, 06:00 Uhr

Ein ganz wesentliches Etappenziel ihrer Vereinsarbeit konnten die Güstrower Sportchronisten gestern der Öffentlichkeit übergeben. Mit Zustimmung der Stadtverwaltung und des Ausschusses für Jugend, Schule, Kultur und Sport eröffneten sie in der Sport- und Kongresshalle eine kleine Dauerausstellung mit Porträts bekannter Güstrower Sportgrößen. „Macher“ und „Freude-Macher“ sind hier präsent, drückte es Vereinschef Uwe Zicker aus. Die 20 Porträts seien mit Mehrheitsbeschluss der Vereinsmitglieder ausgewählt worden. „Die Auswahl fiel nicht leicht, die Reihe ließe sich nämlich ohne Weiteres fortsetzen“, betonte Zicker, dass Güstrow eine Vielzahl von herausragenden Sportlerpersönlichkeiten hervorgebracht hat. Der dreifache Ruder-Olympiasieger Siegfried Brietzke als Aushängeschild für Güstrows Sport par excellence steht da in einer Reihe mit Handballer Pit Randt oder Volleyballerin Dörte Stüdemann-Techel – beispielsweise.

Ebenso präsent sind an der Wand nahe dem Kiosk Funktionäre, die sich um die Entwicklung des Güstrower Sports besonders verdient gemacht hatten. Fritz Suhrbier etwa, der mit seiner Speedway-Leidenschaft Güstrow als Sportstadt deutschlandweit bekannt gemacht hatte. Oder Hans Scheidemann, der, aus dem Krieg ohne Beine heimgekehrt, dennoch tagtäglich für den Fußball wirkte. Vielleicht noch eine Name: Günter Eggert, der einst die Weltmeisterschaft im Turnierangeln nach Güstrow holte…

Die obere der beiden Reihen ist Persönlichkeiten vorbehalten, die nicht mehr unter den Lebenden weilen. „Wir führen ja einen Kampf gegen das Vergessen“, sagte Vereinsmitglied Rudi Schröder. Und es sei Zeit, dass diese Menschen auf diese Weise in der Öffentlichkeit gewürdigt werden. Während für Rudi Schröder die neue Dauerausstellung ein Beitrag sei, die Entwicklung des Sports in Güstrow voranzutreiben, möchte Uwe Zicker möglichst schon bald die untere Reihe mit jungen Sportlern, die ihre Laufbahn noch vor sich haben, fortgesetzt wissen.

Konzipiert ist die Galerie als Dauerausstellung. Als Idee schwebt den Sportchronisten vor, diese bei großen Veranstaltungen in der Halle eventuell mit weiteren Porträts der tagesaktuellen Sportart auszutauschen oder zu ergänzen.

Unter den ersten Besuchern, die sich zur Eröffnung einfanden, war auch Anni Baudis. Die frühere Sportlehrerin an der Wilhelm-Pieck-Schule in der Bistede hatte einst auch Zehnkämpfer Torsten Voß und Volleyballerin Anke Westendorf (später Maukel), die beide später olympisches Silber errangen, unter ihren Fittichen, erzählt sie. „Der Sport wurde an unserer Schule ganz groß geschrieben“, berichtet sie. Auch ihre Tochter Ilona zählte zu den Sportskanonen und habe von Spartakiaden dutzendweise Medaillen nach Hause gebracht. Dem Sport blieb Anni Baudis, obschon längst im Ruhestand, als Fan treu. Als Beleg brachte sie eine reichhaltige Sammlung von Autogrammen berühmter DDR-Sportler mit. Klar, dass Uwe Zicker sich dafür interessierte. Das eine oder andere Exemplar, dies stellte Anni Baudis in Aussicht, wolle sie dem Verein sicherlich noch übergeben.

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