Neue Cityguides für Güstrow : „Gästeführer der Barlachstadt“

Ganz frisch in Besitz des Gästeführer-Zertifikats der Barlachstadt: Gisa Wierzchowski, Harriet Gruber, Klaus-Peter Ulrich, Elvira Koevel, Kathrin Kummernuß, Simone Gabriel, Hartmut Hoffmann (von links)
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Ganz frisch in Besitz des Gästeführer-Zertifikats der Barlachstadt: Gisa Wierzchowski, Harriet Gruber, Klaus-Peter Ulrich, Elvira Koevel, Kathrin Kummernuß, Simone Gabriel, Hartmut Hoffmann (von links)

Zertifikat für zehn Kursanten der Volkshochschule. Praktische Prüfung beim Tourismus-Verein absolviert.

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28. Juni 2016, 05:00 Uhr

Freudestrahlend halten sieben neue Güstrower Gästeführer ihre Urkunde in Händen. Zwölf Frauen und Männer hatten in den vergangenen Monaten einen Stadtführerlehrgang an der Kreisvolkshochschule besucht. Ihr Ziel: das Zertifikat „Gästeführer der Barlachstadt Güstrow“. Themen waren u.a. die Stadt- und Landeskunde, Architektur, jüdische Geschichte und Güstrower Persönlichkeiten. Nachdem sich zehn der Kursanten nach mehr als 40 Unterrichtsstunden der theoretischen und bei der Güstrow-Information der praktischen Prüfung gestellt hatten, konnten sie von Anett Zimmermann, Vorsitzende des Vereins Güstrow-Tourismus, das wohlverdiente Dokument, zusammen mit dem dazu gehörigen Stadtführerausweis, empfangen. Damit dürfen die frisch gebackenen Gästeführer nun Stadtführungen in der Barlachstadt übernehmen. Einige vergrößern die Riege der Cityguides, die auf Honorarbasis im Auftrag der Güstrow-Information tätig sind, auf 39.

Neben den ständig eingehenden individuellen Gruppenanfragen gibt es aktuell täglich um 11 Uhr eine öffentlichen Stadtbesichtigung und noch bis Ende August jeden Freitag um 21 Uhr einen Nachtwächterrundgang. Eine Standardführung durch Güstrows Innenstadt ist für anderthalb Stunden veranschlagt. „So wird auch am meisten gebucht“, sagt Sylke Finck, die im Tourismusverein den Einsatz der Stadtführer koordiniert. Immerhin 230 Gäste hatte der Verein bei den seit April täglichen öffentlichen Stadtrundgängen und 261 bei den Nachtwächterführungen in diesem Jahr bis einschließlich dem vergangenen Wochenende.

Sylke Finck baut darauf, dass einige der neu zertifizierten Gästeführer auch für ihren Verein und damit für die Güstrow-Information tätig werden. Denn für bei weitem nicht alle sei das ein Ziel. Mancher wolle auch einfach nur sein Wissen über die Barlachstadt erweitern. So bestehe durchaus weiter Bedarf, vor allem nach Jüngeren und Interessenten im „Mittelalter“. Denn vor allem ältere Stadtführer wären schon lange dabei, doch für jüngere Semester stelle oft die Berufstätigkeit ein Hindernis für diesen Nebenjob dar, weiß Finck. Und so ganz nebenbei müsse jeder die Ausbildung zum Stadtführer aus der eigenen Tasche finanzieren. So mache alle zwei Jahre immer um ein Dutzend Anwärter die Theorie an der Volkshochschule. Das Lernen sei für die damit aber nicht beendet. Sylke Finck: „Für Stadtführer hört das nicht auf. Immer wieder kommt Neues hinzu, allein schon durch die Erklärung unserer Ausstellungen.“


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