Besuch beim THW : Gäste aus Orenburg in Güstrow

Christina Haß, Vincent Papenbroock und Sebastian Haß (von links) beim Aufbau eines Dreibocks. Die russischen Gäste schauten anfangs zu und packten dann kräftig mit an.
Christina Haß, Vincent Papenbroock und Sebastian Haß (von links) beim Aufbau eines Dreibocks. Die russischen Gäste schauten anfangs zu und packten dann kräftig mit an.

Russische und deutsche Jugendliche zu gemeinsamer Ausbildung in der Barlachstadt

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22. August 2015, 06:00 Uhr

Besuch von jungen Helfern aus Mecklenburg-Vorpommern und dem russischen Orenburg bekam gestern der Ortsverband Güstrow des Technischen Hilfswerks (THW). „Seit zwei Jahren unterhält die THW-Landesjugend Beziehungen zum Russischen Studentenkorps der Region Orenburg. Im vorigen Jahr weilten deutsche THW-Jugendliche am Ural, dieses Jahr sind die Orenburger unsere Gäste“, sagt Marlies Kunkel, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der THW-Jugend MV.

In der Barlachstadt erwartete die jungen Helfer ein umfangreiches Programm. Zunächst stand an drei Stationen eine gemeinsame Ausbildung der deutschen und russischen Jugendlichen an. Dabei ging es um den Aufbau von Hilfsmitteln, mit denen Personen aus großen Tiefen gerettet werden können, sowie um das Ausleuchten einer Einsatzstelle. Nach etwas zögerlichem Beginn klappte die Zusammenarbeit der Orenburger und Mecklenburger bald reibungslos. Auch die verschiedenen Sprachen bildeten kein Hindernis. Im Anschluss besichtigten die Jugendlichen den Feuerwehrstützpunkt in der Landesbrandmeister-Bever-Straße. „Die Organisation in Russland ist anders aufgebaut als bei uns. Dort sind im Russischen Studentenkorps sowohl technisches Hilfswerk als auch Feuerwehr vereint“, erklärt Kunkel.

Großes Interesse bei den russischen Gästen fand die Mini-THW-Gruppe des Ortsverbandes Güstrow. „Am 11. 11. 2011 gegründet, haben sich unsere Minis zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt“, sagt Günter Alisch, Jugendleiter im THW-Ortsverband. Elf Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren werden dort von zwei Erwachsenen betreut. „Wir haben sogar eine lange Warteliste. Scheidet ein Kind aus oder wechselt altersbedingt in die Jugendgruppe, gibt es sofort Nachrücker“, sagt Alisch. Nachdem die Güstrower THW-Minis lange Zeit die einzigen in ganz Mecklenburg-Vorpommern waren, hat sich vor kurzem eine weitere Gruppe in Bad Doberan gegründet. Bundesweit gibt es 36 THW-Minigruppen.

Die deutschen und russischen Jugendlichen setzen in diesen Tagen ihre Reise zu weiteren THW-Ortsverbänden in Mecklenburg-Vorpommern fort.

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