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Bützower für Gambia : Fußballtore besser als für das Nationalteam

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Monika Thomsen und weitere Mitglieder des Vereins „Bützower für Gambia“ sorgten in Labakoreh für totale Fußballbegeisterung

Wie klappt es mit der Essensversorgung? Was macht das Zähneputzen? Und, wie geht es mit dem Lehrer weiter? Das waren einige wichtige Fragen, auf die die Güstrowerin Monika Thomsen bei ihrer diesjährigen Reise nach Gambia Antworten erhalten wollte. Die Chefin des Vereins „Bützower für Gambia“ reiste mit drei weiteren Vereinsmitglieder zu ihren Schützlingen auf den schwarzen Kontinent. Nun kehrte sie mit ganz vielen Eindrücken und Emotionen zurück.

Die wichtigste Botschaft. „Unser zweiter Lehrer hat jetzt seine Ausbildung abgeschlossen, erhält in den nächsten Tagen seine Zeugnisse“, erzählt Monika Thomsen. Und jetzt gibt es sogar eine dritte Lehrerin. Thomsen, die ehemalige Erzieherin aus Bützow, die heute in Güstrow lebt, sieht das als einen Beleg dafür, wie nachhaltig das engagierte Wirken des Vereins in Labakoreh wirkt. Und Nachhaltigkeit heißt auch, dass die Einwohner des Dorfes mit der Hilfe aus Deutschland ihr Leben eigenständig organisieren und verbessern.

So war Monika Thomsen angetan davon, dass ihre Schützlinge jetzt auf dem Schulgelände einen Garten angelegt haben. „Sie hätten sogar schon die erste Ernte einfahren können. Aber...“. Die Mauer sei zu niedrig. Deshalb wurde während ihres Aufenthaltes doch gebaut. „Das hatten wir gar nicht geplant. Dann haben wir doch Material gekauft und die Mauer um drei Steine erhöht. Die Steine wurden selbst angefertigt.“

Ganz begeistert ist die Vereinschefin auch von der Essenversorgung. Gruppe für Gruppe gehen die Kinder in den Essenraum.

Mit der Verbesserung der Lebensbedingungen erhöht sich natürlich auch der finanzielle Aufwand. Monatlich bringt der Verein 130 Euro für das Mittagessen der rund 90 Schüler auf. Zudem werden monatlich 140 Euro für die drei Lehrer und die Frau in der Küche benötigt. „Der Betrag ist natürlich gestiegen mit der abgeschlossenen Ausbildung der Lehrer.“

Und der Verein wäre nicht der Verein, hätte er auch beim diesjährigen Besuch nicht eine besondere Überraschung parat. Vor Ort organisierte man den Bau von zwei Fußballtoren. Die Bützowerin Hella Jobarteh hatte zwei Tornetze nach Gambia geschickt. Und vom Güstrower SC 09 kamen zwei Bälle. „Es war unbeschreiblich, wie die Männer auf den Platz stürmten“, erzählt Monika Thomsen. Einer hätte gesagt: „Die Netze sind besser als die der Fußballnationalmannschaft von Gambia.“

Fußball ist auch ein Stichwort. Beim großen Latzhosenduell am Donnerstag (ab 10 Uhr) in Neuendorf wird auch Monika Thomsen mit dabei sein. Sie wird dort über ihren Verein berichten. Denn die Organisatoren des großen Familienfestes am Herrentag haben beschlossen, dass eine Spende aus einem Gewinnspiel in diesem Jahr an den Bützower Verein geht. Und vielleicht hat ja der eine oder andere Besucher auch noch einen Lederfußball, den er nicht mehr gebrauchen kann. Darüber würde sich Monika Thomsen freuen, um noch ein paar Fußbälle bei ihrem nächsten Reise mitzunehmen.

 

 

 

 

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