AWG Güstrow-Parchim : Fusion trägt erste Früchte

In der Bergstraße schafft die AWG sechs altersgerechte Wohnungen. Fotos: Wolfried Pätzold
In der Bergstraße schafft die AWG sechs altersgerechte Wohnungen. Fotos: Wolfried Pätzold

Vereinte Güstrower und Parchimer Wohnungsbaugenossenschaft schafft altersgerechte Wohnungen / Junge Mieter stärker umworben

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26. November 2014, 07:00 Uhr

„Das Zusammenwachsen von zwei Wohnungsbaugenossenschaften ist eine Mammutaufgabe, aber alles läuft bislang nach Plan“, gibt sich Jens Wiese als Büroleiter der erst vor wenigen Wochen aus der Taufe gehobenen Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung eG zufrieden. Beide Genossenschaften sind 1956 gegründet worden und haben ihre mehr als 2800 Wohnungen in der Barlachstadt und rund 1000 Wohnungen in Parchim verschmolzen (wir berichteten). Insgesamt hat die neue AWG Güstrow-Parchim damit mehr als 3500 Mitglieder.

Jens Wiese, der in Krakow am See zu Hause ist und der früher Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Krakow am See (Wokra) war, erlebt in Parchim als Mann vor Ort hautnah mit, wie die neue AWG mit dem Potenzial beider Genossenschaften neue Ziele ansteuert. „Ganz nach dem Motto, von jedem das Beste für unsere Mitglieder, wollen wir die Genossenschaft zukunftsfähig machen“, sagt Wiese.

Der AWG-Vorstandsvorsitzende Norbert Karsten hat die Möglichkeit genutzt, um sich auf der jüngsten Stadtvertretersitzung von Parchim mit dem Konzept für die kommenden Jahre vorzustellen. „Wir werden ein verlässlicher Partner für unsere Genossenschaftsmitlieder und Mieter bleiben und stärker maßgeschneiderte und generationsspezifische Angebote unterbreiten“, so der Vorsitzende. „Das Zusammenwachsen trägt bereits erste Früchte. Der Leerstand in Parchimer AWG-Wohnungen ist in den zurückliegenden Tagen leicht gesunken“, sagt Jens Wiese.

Nur wenige Meter vom AWG-Büro-Sitz am Ostring – quasi um die Ecke in der Bergstraße – wird mit Hochdruck an der Fertigstellung von sechs altersgerechten Wohnungen gearbeitet. „Da für gibt es bekanntlich großes Interesse und leider auch Nachholebedarf“, meint der Büroleiter. Die Mieter, die im neuen Jahr diese Wohnungen beziehen werden, freuen sich schon seit längerem auf diesen Tag. Auch damit soll es möglich werden, dass AWG-Mitglieder möglichst lange in der eigenen Wohnung ihren Lebensabend verbringen können. In Güstrow wurden auf diesem Gebiet gute Erfahrungen gesammelt. Dort verfügt die AWG bereits über 200 altersgerechte Wohnungen. „In Parchim wurde in den zurückliegenden Jahren viel für den Zusammenhalt der Mieter getan. Auch die Bewohner der neuen altersgerechten Wohnungen in der Bergstraße haben mit der nur wenige Meter entfernten Begegnungsstätte „Uns Hüsung“ einen beliebten Anlaufpunkt“, meint Jens Wiese. Schon im Januar wird der erste gemeinsame Wirtschaftsplan der AWG beschlossen. Dann soll auch feststehen, wie sich der Wohnungsbestand nach der Fusion verändern wird. Dabei spielt die demografische Entwicklung eine entscheidende Rolle. Es wird immer wichtiger, jungen Mietern spezielle Angebote zu unterbreiten. Unser Projekt ,Wir wohnen 3.0’ , das in Güstrow auf großes Interesse gestoßen ist, bietet jungen Leuten nun auch in Parchim einen attraktiven Einstieg in unsere Genossenschaft“, sagt Jens Wiese. Interessenten bis 30 Jahre können zu besonders guten Konditionen ausgewählte 3- bis 4-Raumwohnungen anmieten.


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