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Musikalischer Jahresauftakt : Für "Stereo Herz" aus Güstrow wird Traum wahr

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Band „Stereo Herz“ gab stimmungsvolles Konzert im Güstrower Heizhaus / Album soll im Frühjahr vorliegen

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2015 | 21:15 Uhr

2014 war und 2015 wird für die Band „Stereo Herz“ ein wichtiges Jahr. An der Schnittstelle beider Jahre gaben die Vollblutmusiker Cristin Cioma und Sven Friedrich sowie Walter Marinez (Schlagzeug), Thomas „Schelle“ Preißler (Rhythmusgitarre) und Tommy Thomann (Leadgitarre) am Freitagabend ein kleines, aber feines Konzert im Heizhaus.

„Irgendwie ist das alles wie ein Märchen“, sagt der in der Musikszene schon länger aktive Güstrower Sven Friedrich. Vor zwei Jahren erst tat er sich mit Cristin Cioma aus Ribnitz-Damgarten zusammen und gründete die Band „Stereo Herz“.

„Wir hatten vorher schon oft gemeinsam musiziert und gemerkt, dass wir wie zwei musikalische Geschwister zusammen passen“, erinnert sich Friedrich.

Das erste Jahr verging mit dem Schreiben von Songs und der Suche nach der musikalischen Richtung.

2014 bewarben sie sich um ein Crowdfunding-Projekt, das die Berliner Plattenfirma „Musicstarter“ ausgeschrieben hatte. „Dabei stand vor uns die Aufgabe, innerhalb von drei Monaten 30 000 Euro für einen Plattenvertrag einzuwerben“, erklärt Friedrich. Als Gegenleistung wurden ein erfahrener Produzent und ein professionelles Know-how für die Produktion und Vermarktung des Albums in Aussicht gestellt.

Und die Musiker knieten sich voll rein in diese Aufgabe. Sie absolvierten viele Auftritte, unter anderem auch bei der 11. Güstrower Einkaufsnacht, und zahlten das im Hut gesammelte Geld ein.

Außerdem gewannen sie viele Unterstützer und schreckten auch vor ungewöhnlichen Aufgaben nicht zurück. „So lautete beispielsweise ein Angebot, das wir für einen ausgehandelten Preis den Hausmüll von einem Interessenten in die Tonne tragen. Das haben wir gemacht, anschließend einen Kaffee getrunken und über Musik geplaudert. War ein schöner Tag“, schmunzelt Friedrich.

Elf Nachwuchsbands wurden von „Musicstarter“ in das Projekt aufgenommen. „Wir waren die ersten und sind meines Wissens bislang die einzigen, die das Geld zusammenbekommen haben“, sagt der Güstrower stolz.

Als Lohn schloss „Musicstarter“ mit „Stereo Herz“ einen Plattenvertrag, der mit dem erfahrenen Produzenten Ingo Politz – er betreute unter anderem auch „Silly“, „Silbermond“ und „Glasperlenspiel“ – umgesetzt wird.

Inzwischen stecken die Musiker voll im Produktionsstress, pendeln zwischen Berlin und Mecklenburg. Mitte Januar soll eine erste Single im Rundfunk laufen. Parallel dazu wird ein Musikvideo gedreht.

Fotosessionen für das Plattencover und die Planung von Konzertterminen übers Jahr sind weitere Programmpunkte einer professionellen Werbestrategie. Ende März, Anfang April soll das Album vorliegen.

Da war das Konzert im Heizhaus ein willkommener Anlass, eine Akustikversion des Albums vorzustellen. Gleichzeitig wurde damit die von Heizhaus-Betreiber Olav Paarmann vor vier Jahren gegründete verdienstvolle Reihe von Musik „Made in Güstrow“ prominent fortgesetzt.
 

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