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SVZ-Serien „Ehrensache“ : Für Sehenswertes gern Zeit opfern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Günther Eschholz aus Güstrow ist ehrenamtlich im Norddeutschen Krippenmuseum tätig

Ohne die ehrenamtlichen Helfer würde das Norddeutsche Krippenmuseum nicht regelmäßig geöffnet werden können. Einer aus der Runde ist Günther Eschholz, der seit elf Jahren in Güstrow wohnt. Jeden Sonnabend übernimmt er für etwa zwei Stunden die Aufsicht in der Heilig-Geist-Kirche. Außerdem kann die Domgemeinde auf seine Hilfe bauen. Beispielsweise verteilt er viermal im Jahr den Gemeindeboten.

„Das tue ich gern, es hält mich in Bewegung“, sagt Günther Eschholz. Nicht nur sein West Highland Terrier Benni ist froh darüber. Auch für den aktiven Ruheständler gehört eine dreistündige Runde jeden Tag dazu. Die führt übrigens fast immer am Krippenmuseum vorbei. Dort schaut er ein und trifft dann seine „Kollegen“. „Das sind hier alles sehr angenehme und freundliche Leute“. sagt er. Dieser Kontakt sei ihm wichtig.

Geboren wurde Günther Eschholz in Tilsit, Ostpreußen. Die sechs Kinder, zu denen er gehörte, wurden von seiner Mutter allein groß gezogen. Zuerst wohnten sie in Ziersdorf und später zogen sie nach Güstrow. 46 Jahre lang lebte Günther Eschholz dann in Hamburg und kam zurück, weil seine Schwester hier in der Barlachstadt wohnte.

Die ehrenamtliche Aufgabe gefällt ihm gut. „Das Ehepaar Ringguth kannte ich flüchtig von Hamburg, war dort mal mit ihnen ins Gespräch gekommen“, erinnert er sich. Hier in Güstrow erlebte er dann die Stifterin Mechthild Ringguth persönlich, wie sie ihre Krippen vor einigen Jahren noch selbst liebevoll aufbaute und präsentierte.

Günther Eschholz gehört gern zur Riege der ehrenamtlichen Mitstreiter, die dafür sorgen, dass möglichst viele die Weihnachtskrippensammlung das ganze Jahr über sehen können. Einmal im Jahr wird auch gemeinsam eine kleine Reise unternommen, um sich besser kennen zu lernen und den Kontakt zu intensivieren. Und falls mal jemand ausfällt, dann springt Günther Eschholz gern mal ein. „Es ist wirklich sehenswert, was hier gezeigt wird. Jeder sollte hier herkommen“, meint er. Und eine Sache möchte er gern anschieben: Eine Krippe aus dem Erzgebirge gibt es bisher noch nicht im Museum. „Die muss unbedingt noch in die Sammlung“, dankt Günther Eschholz.

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