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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 03:16 Uhr

Busschule : Für mehr Sicherheit auf Schulweg

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Regionalbus GmbH bietet zusammen mit der Polizei die Busschule im gesamten Landkreis an

von
erstellt am 18.Aug.2014 | 23:30 Uhr

Die gelben Banner mit der Aufschrift „Brems dich! Schule hat begonnen“ vor Schulen in Güstrow, Krakow am See, Lüssow und Bützow weisen zweifelsfrei darauf hin, dass die Schule wieder beginnt. Noch eine letzte Ferienwoche dürfen die Schüler genießen. Am 25. August geht es wieder los. Grund auch für die Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) ihr Programm für mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu starten. Die Busschule ist ein verkehrspädagogisches Projekt, das sich insbesondere an Kinder der Vorschule sowie der 1. und 2. Klassen wendet. Lehrer können das Projekt für ihre Schüler jetzt buchen.

„Wir wollen, dass sich die Schulanfänger selbstständig und sicher im öffentlichen Schülerverkehr zurechtzufinden“, betont Rebus-Geschäftsführerin Simone Stephan. Sie verweist auf gute Erfahrungen mit dem Projekt seit 1998 im Altkreis Bad Doberan. Das Sicherheitskonzept wolle man ein Jahr nach der Fusion der vier kommunalen Verkehrsunternehmen auf den gesamten Landkreis Rostock ausweiten. Das sieht so aus, dass der Bus mit einem der drei Rebus-Busschullehrer sowie einem Präventionsbeamten der Polizei zur Schule kommt. Die Schulung findet an einer Haltestelle und im Fahrzeug statt. Die Schüler werden auf die Gefahrenquellen (z.B. der tote Winkel im Blickfeld des Busfahrers) im Busverkehr aufmerksam gemacht. Weiter gehe es um ein geordnetes Ein- und Aussteigen, das richtige Festhalten und die sichere Unterbringung des Schulranzens. Darüber hinaus spiele ein rücksichtsvolles Verhalten untereinander im Bus eine große Rolle.

Weiterhin macht die Rebus-Geschäftsführerin auf die Busschule begleitende Maßnahmen aufmerksam. Sie nennt den Einsatz von Schulbusassistenten. Das sind ältere Schüler, die helfen für einen reibungslosen Schülerverkehr zu sorgen. 43 solche Assistenten habe es im vergangenen Jahr im Doberaner Bereich gegeben, informiert Stephan. Außerdem werden jetzt erstmals Notfallkarten mit den Schülerzeitfahrkarten für die Mädchen und Jungen ausgegeben. So könne man bei außergewöhnlichen Vorfällen die Eltern informieren, erklärt Stephan.

„Schulanfänger sind die unbedarften und unbeschützten Neulinge, die ganz viel Unterstützung brauchen“, betont auch Christin Hartfil. Deshalb sei die Polizei bei der Busschule gern mit im Boot. Besonders die ersten Tage seien für die Schulanfänger so aufregend und ungewohnt, dass man ihnen ein bisschen Sicherheit geben möchte, fügt die Sprecherin der Polizeiinspektion Güstrow hinzu. Aus der Zusammenarbeit des Polizeireviers Bützow und der Omnibusverkehrsgesellschaft habe man Erfahrungen mit der Busschule aus vergangenen Jahren. „Wenn die Kleinen wissen, dass sie den Busfahrer stets ansprechen können, dass sie jemanden bitten sollten, für sie den Knopf für den Ausstieg zu drücken, weil sie selbst nicht ankommen, dann sind sie weniger hilflos“, denkt Hartfil.

Etwa 11 000 Kinder werden ab nächster Woche mit den 144 Rebus-Schulbussen im Landkreis unterwegs sein, zur Schule und wieder nach Hause fahren.

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