Sozialer Tag : Für Juan in Bolivien gelaufen

Erschöpft, aber gut drauf: Schüler der Ecolea Güstrow nach dem Spendenlauf mit Sozialpädagogin Ivanna Gelhar (l.) und Sportlehrer Raik Kasper (r.)
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Erschöpft, aber gut drauf: Schüler der Ecolea Güstrow nach dem Spendenlauf mit Sozialpädagogin Ivanna Gelhar (l.) und Sportlehrer Raik Kasper (r.)

Erster sozialer Tag an Ecolea-Schule Güstrow: Spendenlauf und Workshops zum Thema „Füreinander – Miteinander“

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07. Juli 2015, 21:00 Uhr

Ganz schön heiß wurde es gestern den Schülern der Ecolea Güstrow. In der Mittagshitze drehten sie eine Runde nach der anderen An der Schanze/Achtern Dom bei ihrem Spendenlauf. Doch da der gestrige Tag an der Ecolea im Zeichen des sozialen Miteinanders stand, versorgten Lehrer und Helfer die Schüler mit ausreichend Wasser. Gelaufen wurde für das Patenschaftsprojekt der Schule. Die Spenden kommen dem zehnjährigen Juan in Bolivien zu Gute, damit er eine gute Schulbildung bekommt.

Den ganzen Tag war die Schule in Aufregung. Gleichzeitig fanden Spendenlauf, zahlreiche Workshops sowie ein Flohmarkt statt. Alles unter dem Motto „Füreinander – Miteinander“, das die Initiatorinnen Bianca May und Ivanna Gelhar, beide Sozialpädagoginnen an der Ecolea, diesem ersten sozialen Tag an der Schule gegeben hatten. „Wir wollen unsere Patenschaft für den bolivianischen Jungen mit Leben füllen und gleichzeitig unsere Schüler mehr für soziale Themen sensibilisieren“, sagt Bianca May. So wurde nicht nur ein gerade von Juan eingegangener Brief gemeinsam übersetzt, sondern die Schüler schrieben auch zurück, in englisch und spanisch. Es gab einen Workshop über Bolivien, um das Land kennenzulernen. In Kooperation mit dem Güstrower Weltladen informierten sich die Schüler bei Erika Mauerer zudem über „Fair Trade“. „Wir wollen eine Schülerfirma gründen, die Fair-Trade-Produkte in den Pausen verkauft“, erläutert Bianca May den Hintergrund.

Noch ein Workshop beschäftigte sich mit dem Thema „Migration/Integration“. Damit setzt sich die Schule schon länger auseinander. So gab es bereits Gesprächsrunden zwischen Schülern und in Güstrow lebenden Flüchtlingen. „Wir planen zudem, ab kommenden Jahr unsere Arbeitsgemeinschaften für jugendliche Flüchtlinge zu öffnen“, informiert Schulleiter Wolfgang Rosenow. „Das ist auch der Anspruch unserer Schule, international ausgerichtet zu sein.“ Alle müssten sich mit dem Thema „Migration“ auseinandersetzen. Bei seinen Schülern will Rosenow vor allem Verständnis für das Schicksal der Flüchtlinge wecken.

„Mit diesem sozialen Tag wollen wir die Basis schaffen, um weitere soziale Projekte starten zu können“, sagt Bianca May. Beim Spendenlauf für Juan gaben die 150 Ecolea-Schüler auf der knapp 1,2 Kilometer langen Strecke auf jeden Fall schon einmal alles. Jetzt sollen die Runden mit den dazugehören Spendeneinnahmen ausgezählt werden. Ein Teil des Geldes wird auch für Freizeitaktivitäten an der Schule eingesetzt.  

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