zur Navigation springen

Entwicklungspolitische Tage : Für eine gerechtere Welt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Auftakt zu Entwicklungspolitischen Tagen MV am Montag im Güstrower Rathaus

von
erstellt am 23.Okt.2014 | 23:30 Uhr

„Wem gehört die Welt?“, fragen die Veranstalter der 14. Entwicklungspolitischen Tage MV vom 27. Oktober bis zum 22. November. Die Auftaktveranstaltung findet am Montag, dem 27. Oktober, um 17 Uhr im Güstrower Rathaus statt.

„Wir laden dazu ein, sich über die globale Verteilung von Wohlstand, Macht und Geld Gedanken zu machen, sich über Ideen für eine gerechtere Welt auszutauschen, ,Besitz’ zu hinterfragen“, erklärt Andrea Krönert vom Eine-Welt-Landesnetzwerk, Veranstalter der Entwicklungspolitischen Tage. Sie kündigt rund 90 Veranstaltungen – Workshops, Vorträge, Ausstellungen, Straßenaktionen, Theater- und Filmvorführungen – an.

Zum Auftakt am Montag in Güstrow informiert Andrea Krönert über zwei Ausstellungen für den Bereich Rohstoffe, außerdem den Auftritt einer Jugendtheatergruppe, die sich mit dem Ausverkauf der Stadt beschäftigt. Wie wäre es z.B. die Stühle aus dem Rathaus zu versteigern? Zweisprachige Lyrik soll das Programm am Montag komplettieren. Die aus Siebenbürgen stammende und in Rostock lebende Sprachaktivistin und Autorin Daniela Boltres präsentiert Gedichte von Migranten, Asylsuchenden und internationalen Rostocker Gästen. Dazu gehört eine Ausstellung mit Texten, Zwischen den Zeilen finden sich klein gedruckte Übersetzungen. Zur Ausstellungseröffnung Montagabend werden Daniela Boltres sowie einige der Autorinnen und Autoren in ihrer Muttersprache Gedichte vortragen. Eine zweite Lesung ist für den 12. November um 19 Uhr in der Uwe-Johnson-Bibliothek geplant.

Am 6. November, 19 Uhr,
gibt es in der Kreisvolkshochschule Güstrow, John-Brinckman-Straße 4, einen Vortrag über aktuelle Entwicklungen in Japan nach der Atomkatastrophe.


Fair-Trade-Stadt Güstrow?


Mit der Wahl des Veranstaltungsortes für den Auftakt möchte das Eine-Welt-Landesnetzwerk den Gedanken unterstützen, dass sich neben Rostock und Schwerin nun auch Güstrow auf den Weg zu einer Fair-Trade-Stadt machen könnte. Dass es Gedanken dazu gibt bestätigten gestern Alexis Schwatz vom Weltladen-Verein und Ulrike Gisbier von der Akademie für nachhaltige Entwicklung mit Sitz in Güstrow. „Es ist sicher ein langwieriger Prozess, der von unten wachsen muss“, sagt Ulrike Gisbier. Die Akademie wolle diesen gern unterstützen. Ob Güstrow eine Fair-Trade-Stadt wird, sei aber zunächst von der Stadtvertretung auf dem Weg zu bringen. So weit sei man in der Barlachstadt noch nicht.

Die Entwicklungspolitischen Tage finden in diesem Jahr zum 14. Mal statt. Zentrales Thema ist der Besitz. Alles dreht sich dabei um globale Gerechtigkeit. „Welche globalen Auswirkungen haben lokale Entwicklungen und umgekehrt? Interessierte erhalten Anregungen, wie sie selbst zu einer zukunftsfähigen Entwicklung der Welt beitragen können“, erklärt Andrea Krönert. Unterstützung habe das Eine-Welt-Landesnetzwerk als Dachverband der entwicklungspolitischen Initiativen in MV von 46 Vereinen und Initiativen im Land. Mit den Entwicklungspolitischen Tagen wende man sich an Kinder und Jugendliche, an Kenner der Problematik und an Menschen mit Interesse an entwicklungspolitischen Fragen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen