Güstrow : Für Bündnisse und Initiativen

Susanne Eckel, Karen Larisch und Heidrun Bültner (von links) gehören zum Vorstand des Vereins Gemeinsam Für- und Miteinander in Güstrow und Umgebung. Weitere Vorstandsmitglieder sind Christine Schröder, Jenny Klein und Sven Sauer.  Fotos: Christian Menzel
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Susanne Eckel, Karen Larisch und Heidrun Bültner (von links) gehören zum Vorstand des Vereins Gemeinsam Für- und Miteinander in Güstrow und Umgebung. Weitere Vorstandsmitglieder sind Christine Schröder, Jenny Klein und Sven Sauer. Fotos: Christian Menzel

Verein Gemeinsam Für- und Miteinander in Güstrow und Umgebung hat seinen Sitz in der „Villa Kunterbündnis“.

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19. Februar 2018, 12:00 Uhr

In den Ferien entdeckte Sieglinde Pieper vom familienentlastenden Dienst der Lebenshilfe mit den ihr anvertrauten Kindern das „Kinderwunderland“ in der „Villa Kunterbündnis“. An zwei Tagen malten und bastelten die Kinder, die die Anne-Frank-Schule, die Förderschule Bützow oder die Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören besuchen, zum Thema Ostern. In den Pausen lockte ein vielfältiges Angebot zum Spielen. „Wir haben uns hier total wohl gefühlt. Die Kinder sind begeistert und es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir die Angebote im ,Kinderwunderland’ genutzt haben“, resümierte Sieglinde Pieper.

Ständige Sorge um Strom und Miete

Die Einladung zur kreativen Feriengestaltung hatte der Verein Gemeinsam Für- und Miteinander in Güstrow und Umgebung ausgesprochen. Sitz des Vereins, der sich als Dach verschiedener lokaler Bündnisse versteht, ist die als Begegnungsstätte genutzte „Villa Kunterbündnis“ auf dem Pferdemarkt. Das „Kinderwunderland“ ist eine dieser Aktivitäten. „Älteste Gruppierung ist die schon 2004 gegründete Initiative ,KuKuK’, in der wir vor allem für Langzeitarbeitslose Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. So ist uns beispielsweise wichtig, dass wir bei Anträgen im Rahmen der Sozialberatung unterstützen, die Arbeit aber nicht selbst machen“, erläutert Vereinschefin Karen Larisch.

Auch das 2007 ins Leben gerufene Lokale Familienbündnis mit Schwerpunkten wie Not- und Randzeitbetreuung oder Leih-Großeltern, hat unter dem Dach des Vereins eine neue Heimat gefunden. „Davor waren KuKuK und Familienbündnis beim Förderverein Region Güstrow angesiedelt“, erinnert Larisch. Neue Initiativen und Bündnisse sind mit der Zeit dazugekommen. So das Büro Interkulturell, das jüngst gemeinsam mit dem Verein Amandla ein interkulturelles Fest in der Begegnungsstätte veranstaltete. Auch die Initiative Querbeet, in der sich psychisch erkrankte Menschen und Leute mit einem Suchtproblem gegenseitig unterstützen, hat in der „Villa“ ihren Treffpunkt. „Unter unserem Dach treffen sich selbstorganisierte und selbstbestimmte Menschen, die sich untereinander helfen und unterstützen. Alles wird im Ehrenamt geleistet, und alles auch mit viel Liebe und Spaß“, versichert Karen Larisch.

Immer wieder Sorgen bereitet dem Verein seine relativ dünne Finanzdecke. Da sieht sich die Vorsitzende in einer Reihe mit ähnlich kleinen Vereinen, die Begegnungsstätten unterhalten oder Nachbarschaftshilfe anbieten. „Ideal wäre es, wenn das Land dafür einen Topf auflegen würde, aus dem solche Vereine ihre Kosten für Miete und Strom bestreiten könnten. Das würde schon eine ständige Sorge von unseren Schultern nehmen“, unterstreicht Larisch. Die Ehrenamtsstiftung etwa sei eine große Hilfe, wenn es um Projektarbeit geht. „Aber für Strom und Miete kommen die auch nicht auf“, sagt die Vereinschefin.

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