Güstrow : Fünf weitere Jahre Werbung mit Wolf und Wosch

Das hier ist die gute alte Litfaßsäule, auf denen das Firmenlogo von Wosch prangt. Für die nächsten fünf Jahre kündigt die Agentur  neue und moderne Werbemöglichkeiten an.
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Das hier ist die gute alte Litfaßsäule, auf denen das Firmenlogo von Wosch prangt. Für die nächsten fünf Jahre kündigt die Agentur neue und moderne Werbemöglichkeiten an.

Güstrower Agentur erhielt von Stadtvertretung Zuschlag / Kritiker monieren: Leistung nicht ausgeschrieben

svz.de von
07. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Große Freude gestern bei Günter Wolf: Der Inhaber der Güstrower Werbeagentur und Stadtreklame Wosch erhielt am Donnerstagabend von den Stadtvertretern mit großer Mehrheit den Zuschlag, dass er für weitere fünf Jahre auf öffentlichen städtischen Flächen werben darf. Stadtpräsident Friedhlem Böhm bestätigte das SVZ auf Nachfrage. Der Beschluss war am Donnerstagabend von der Stadtvertretung in nichtöffentlicher Sitzung gefasst worden. Die Agentur hatte die Verlängerung des Vertrages im Juli beantragt.

Indes: Ohne Diskussion ging es nicht ab. Hauptstreitpunkt war die Frage, warum die Leistung nicht ausgeschrieben wurde. Auch das bestätigt Böhm. Aber: Die Mehrheit wollte Wosch und keine Ausschreibung. Die Kritiker sagen aber weiter, ohne Ausschreibung gehe so etwas nicht. So sehe es aus als ob die Stadtvertretung einen Stadtvertreter – Günter Wolf gehört der CDU-Fraktion an – von vornherein bevorteilen wolle. Böhm widersprach: Es sei von der Mehrheit der Stadtvertreter als Hauptargument herausgestellt worden, mit einem „bewährten Güstrower Unternehmer“ weiter zu machen. Das „Problem Stadtvertreter“ habe keine Rolle gespielt.

Die Weichen für den Beschluss pro Wolf und Wosch hatte der Hauptausschuss vollzogen. Der hatte der Stadtvertretung die Verlängerung des Vertrages vorgeschlagen und nicht von der fristgemäßen Kündigung und der Ausschreibung Gebrauch zu machen.

Beide Varianten waren von der Verwaltung in der Beschlussvorlage aufgenommen worden, weil sie „Vertragsbestandteil“ sind, wie Bürgermeister Arne Schuldt gestern auf SVZ-Nachfrage erklärte. Schuldt betonte außerdem, dass trotz dieses Vertrages in Güstrow eine Werbevielfalt möglich sei. Das sei z.B. auf privaten Flächen möglich. Bei diesem Beschluss den Stadtvertreter Günter Wolf als Inhaber der Agentur ins Visier zu nehmen, sei nicht schlüssig und würde ja quasi einem Berufsverbot gleichkommen, meinte Schuldt auf eine weitere Frage unserer Zeitung.

Günter Wolf war gestern nicht zu erreichen. Er sei auf Reisen, sagte seine Frau, bestätigte jedoch, dass sich ihr Mann sehr gefreut habe.


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