Diakonie : Frühförderung beginnt schon beim Säugling

Anne Goldammer fördert spielerisch Kinder mit Unterstützungsbedarf in der Frühförderstelle der Diakonie Güstrow.
Anne Goldammer fördert spielerisch Kinder mit Unterstützungsbedarf in der Frühförderstelle der Diakonie Güstrow.

Frühförderstelle der Diakonie Güstrow unterstützt 108 Familien

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27. August 2015, 01:47 Uhr

Seit 20 Jahren bietet die Diakonie Güstrow die heilpädagogische Frühförderung an. Im Mittelpunkt stehen dabei Kinder, die zu früh geboren wurden, sich verzögert entwickeln oder bei denen eine Behinderung vermutet oder festgestellt wurde. „Es gibt eine Zunahme an Förderbedarfen. Diese Entwicklung beobachten wir seit geraumer Zeit“, sagt Einrichtungsleiterin Lona Pell. „Im Besonderen nimmt die Förderung von Frühgeborenen zu“, so Lona Pell. Die häufigste Diagnose laute allgemeine Entwicklungsstörung bzw. Entwicklungsverzögerung.

„Durch den Besuch der Frühförderung hat sich meine Tochter gut weiterentwickelt“, meint Yvonne Arends. Dass Kimberly seit drei Jahren individuell gefördert wird, empfindet die Mutter als großes Glück. „Wir fühlen uns gut aufgehoben und Kimberly macht große Fortschritte“, ergänzt sie. Die Sechsjährige freue sich immer auf die Förderstunden und das sei ihr als Mutter besonders wichtig. Frühförderin Anne Goldammer betreut das Mädchen. „Kimberly ist entwicklungsverzögert, was sich vor allem in der Motorik und Sprachentwicklung zeigt“, sagt sie. Gezielt würden Feinmotorik, Sprache und Wahrnehmung gefördert werden.

Derzeit werden durch die Frühförderstelle 106 Familien betreut. Viele davon zu Hause. Frühförderung findet aber auch in Kindertagesstätten, bei Tagesmüttern oder direkt in der Einrichtung im Pfahlweg 1 in der Güstrower Südstadt statt. Meist geben Kinderärzte oder Erzieher aus Kindertagesstätten den ersten Hinweis oder die Eltern melden sich von selbst. Das Angebot richtet sich an Familien in der Stadt Güstrow und im Landkreis und reicht vom Säugling bis zum Eintritt in die Schule. Eine früh einsetzende individuelle Förderung kann viel bewirken und ist für die weitere Entwicklung des Kindes wesentlich.

In den vergangenen Jahren hat die heilpädagogische Frühförderstelle viele Höhen und Tiefen erlebt. „Es gab Zeiten, in denen die Existenz der Einrichtung ernsthaft gefährdet war“, erinnert sich Lona Pell. „Doch in den Krisenzeiten hat die Diakonie Güstrow die Bedeutung der heilpädagogischen Frühförderung als Ausdruck diakonischen Handelns nicht aus dem Blick verloren und an dem Angebot festgehalten“, ergänzt sie.

Heute besteht das Team aus acht Mitarbeiterinnen. Eine enge Zusammenarbeit wird mit der Logopädischen Praxis der Diakonie Güstrow gepflegt. Die beiden Arbeitsfelder ergänzen und bereichern sich.

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