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Norddeutsches Krippenmuseum : Frohe Anspannung vor TV-Gottesdienst

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gestern viel Trubel und doch auch Normalität im Norddeutschen Krippenmuseum in Güstrow / ZDF überträgt Gottesdienst am Sonntag

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 16:44 Uhr

Zweieinhalb Stunden Aufsicht können im Norddeutschen Krippenmuseum auch mal lang werden, gesteht Karin Theil, nicht aber in der Adventszeit und schon gar nicht, wenn alles für den Live-Gottesdienst im ZDF am Sonntag (9.30 Uhr) vorzubereiten ist. „Das ist ein Trubel“, sagt die Güstrowerin und genießt es. „Es macht mich auch ein bisschen stolz“, fügt sie hinzu. Pfarrkirche und Dom seien prädestiniert für einen Fernsehgottesdienst. Dass man die Heilig-Geist-Kirche, die seit 2007 das Krippenmuseum beherbergt, ausgewählt hat, sei eine wunderbare Gelegenheit, dieses Kleinod einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

„Ein bisschen Trubel gehört dazu, aber es macht auch Spaß“, sagt auch Heidemarie Wellmann von Förderverein der „Weihnachtskrippen in Heilig Geist – Mechthild und Dr. Rudolf Ringguth Stiftung“, die gerade den beiden Kameramännern aus dem ZDF-Landesstudio MV hilfreich zur Seite steht. Sie nehmen einige Krippen auf, die beim Gottesdienst am Sonntag eine Rolle spielen. Froh ist Heidemarie Wellmann, dass Achim Dugge eine Führung übernommen hat. Der lässt sich vom Trubel nicht anstecken und geleitet eine Seniorengruppe aus Greifswald durch die Ausstellung. Kaum ist diese verabschiedet, stehen Wolfgang Hannemann und Erich Spaller vom Kleinen Chor auf der Matte. Vor ihrem Auftritt wollen sie sich schnell noch ein Bild machen, ob unter den gegebenen Umständen auch ihrem Auftritt am Nachmittag im wahrsten Sinne des Wortes nichts im Wege steht. Und schon sind die beiden Männer im Gespräch mit Sylvia Bleßmann. „Ein paar Minuten vor dem Gottesdienst um 9.30 Uhr gewähren wir den Zuschauern einen kleinen Blick in die vorweihnachtliche Pfarrgemeinde“, berichtet ZDF-Studioleiterin in Schwerin. Schon am Montag begleitete ihr Team den Besuch einer Gruppe von Iranern, Christen, im Krippenmuseum und den Auftritt von Konfirmanden, die in einem Pflegeheim sangen. Gestern kamen die Krippenaufnahmen und der Auftritt des Kleinen Chores hinzu. „Morgen schneiden wir. Dann sind wir fertig“, erzählt sie. Für den Gottesdienst reist die evangelische Kirchenredaktion aus Mainz an. Dann sei sie selbst Zuschauerin.


Margot Käßmann predigt zwölf Minuten


Sylvia Bleßmann freut sich besonders auf „das Wort von Margot Käßmann“, Reformationsbeauftragte der Evangelischen Kirche Deutschlands. Zwölf Minuten wird sie am Sonntag predigen, weiß Pastor Matthias Ortmann. Er empfindet eine große Anspannung und sei „doch fröhlich, dass es so sein kann“. „Alles ist gut vorbereitet“, beruhigt sich Matthias Ortmann. Nach dem Gottesdienst wird er mit Margot Käßmann in das Gemeindehaus der Domgemeinde gehen, wo der Gottesdienst zuvor auf Leinwand übertragen wird. Der Platz in der Heilig-Geist-Kirche sei sehr begrenzt, der Wunsch, dabei zu sein, sehr groß. Einige werden die Generalprobe am Sonnabendabend erleben können.

Vom gestrigen Trubel eher unbeeindruckt hat Kantor Martin Ohse die Truhenorgel an ihren Platz gestellt und angeschlossen. „Sie muss sich jetzt dem Raumklima anpassen“, verrät der Kantor. Das erste Mal werde die Truhenorgel am Sonntag in der Heilig-Geist-Kirche gespielt. Seine Frau Angelika Ohse wird dies tun. Ein Jungbläser-Quartett sowie Barockgeige und Cello vervollständigen das musikalische Programm des gemeinsamen Gottesdienstes von Pfarr- und Domgemeinde am Sonntag. Das Krippenmuseum bleibt vom 18. bis 20. Dezember wegen der Fernsehaufnahmen geschlossen. 

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