Schiffsfahrt : „Fritz Reuter“ noch auf Landgang

Vor der ausgemusterten „Frauenlob“ liegt die „Fritz Reuter“ – auf dem Trockenen.
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Vor der ausgemusterten „Frauenlob“ liegt die „Fritz Reuter“ – auf dem Trockenen.

Schifffahrt über Krakower See derzeit vakant

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24. April 2015, 06:00 Uhr

Sorgen um die Schifffahrt auf ihren Seen machen sich Krakower. Regelmäßig um diese Zeit, so zwischen Ostern und Maifeiertag, schipperten die „Frauenlob“, später die „Stadt Krakow“ und zuletzt die „Fritz Reuter“ Urlauber und Erholung Suchende aus der Umgebung über die Seen und zeigten die Schönheit des Luftkurortes und seiner Landschaft vom Wasser aus. In diesem Jahr tut sich bisher aber gar nichts, liegt die „Flotte“ noch angetäut oder auf Land. In der Einwohnerfragestunde auf der Stadtvertretersitzung sprach Erich Blumenthal jüngst von Gerüchten, wonach der Kapitän entlassen worden sei.

Jason van Baal, der Geschäftsführer der Fahrgastgesellschaft, die u.a. seit 2002 die Passagierschifffahrt betreibt, könne sich „nicht auf eine Antwort festlegen“. Er hoffe noch, dass das Schiff, möglichst ab 1. Mai, wieder fahren kann. Aktuell habe er aber schweren Herzens sagen müssen: „Es geht einfach nicht mehr.“ Dies sei eine kaufmännische Entscheidung. Van Baal bestätigt die Kündigung für Kapitän Norbert Päßler, der 14 Jahre lang mit seinen Fahrgästen zum Sightseeing, Vereinsausflügen oder Familienfeiern von der Promenade ablegte. Um die anderen Geschäftszweige der Fahrgastgesellschaft – u.a. betreibt van Baal auch das „Seehotel“ an der Promenade – nicht zu gefährden, bemühe er sich, die Schifffsfahrt auf den See in andere Hände zu legen, gibt Jason van Baal Auskunft. „Ich bin immer noch guter Hoffnung, einen Partner zu finden, der das übernimmt.“

Nachdem die „Frauenlob“ und die „Stadt Krakow“ ausgemustert wurden, fuhr zuletzt die „Fritz Reuter“ auf dem See. Bis zu 60 Fahrgäste konnte das frühere russische Wassertaxi an Bord nehmen.

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