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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 21:03 Uhr

Kleingärten : Frischer Wind im Kreisverband

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gartenfreunde wählen neuen Vorstand: Horst Arndt tritt ab und Andrea Broekelschen übernimmt den Vorsitz des Kreisverbandes.

von
erstellt am 26.Mär.2017 | 21:08 Uhr

Etwa 70 Kleingärtner aus dem gesamten Kreisgebiet kamen am Sonnabend im Güstrower Heizhaus zusammen, um über Aktuelles zu sprechen. Aber auch auf Aktionen der vergangenen drei Jahre wurde zurückgeblickt. Der Vorsitzende des Kreisverbandes der Gartenfreunde, Horst Arndt, leitete die Versammlung.

67 Kleingärtenvereine gehören dem Kreisverband der Gartenfreunde Güstrow an – dabei hat sich die Anzahl der bewirtschafteten Parzellen seit 2014 um 74 auf 3522 verringert. Das gibt Horst Arndt als Vorstandsvorsitzender in seinem Rechenschaftsbericht unter anderem bekannt. Dem Leerstand von Parzellen müsse man etwas entgegensetzen, wünscht er sich. Im Geschäftsbericht hob der Vorsitzende den engen Kontakt zu Politikern auf Landes- und Kommunen-Ebene in den vergangenen drei Jahren hervor. Dennoch: „Wir kamen zwar meist auf einen Nenner, aber Antworten auf unsere Fragen blieben aus.“ Immer wieder kommen Probleme auf die Kleingartenanlagen zu, wie etwas die geplante Erhöhung des Pachtzins, die sie zum Teil nur mühsam lösen können (SVZ berichtete).

Als positives Beispiel hebt Horst Arndt die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden hervor. Seit nunmehr zehn Jahren unterhalte der Kreisverband eine Kooperation mit dem Regionalverband Parchim. „Es war ein großer Erfahrungsaustausch und sehr wichtig für uns“, betont er. Man habe sich gegenseitig beim Gartenwettbewerb unterstützt und gemeinsam ein Rechtsseminar besucht. Ähnliches sei mit Bad Doberan hingegen nicht geglückt, stellt Arndt fest.


Mehr Aufmerksamkeit für Familien


Für den Vorsitzenden des Kreisverbandes war es am Sonnabend wahrscheinlich der letzte Auftritt im Präsidium. Er gab den Vorsitz am Sonnabend ab. Horst Arndt war zuerst Kreisfachberater, hatte 38 Jahre lang den Vorsitz der Gartenanlage „Fortschritt“ in Güstrow inne und zuletzt auch den Vorstandsvorsitz im Kreisverband. „Jetzt möchte ich auch dieses Amt abgegeben und mich langsam zurückziehen“, sagte er. Auch andere Mitglieder nutzten die Gelegenheit sich aus dem Vorstand zu verabschieden. Darunter der 76-jährige Wilhelm Wendorf. Er gab seinen Posten im erweiterten Vorstand bei der Sitzung ebenfalls ab. Seit 1978 hat er seinen Garten in der Anlage „Immergrün“ und war zwölf Jahre lang im Vorstand. „Die Jugend hat kein Interesse, etwas im Garten zu machen“, moniert er.

Doch Andrea Broekelschen (50) sieht das etwas anders. „Es müssen jetzt jüngere Leute ran und frischen Wind in den Kreisverband bringen“, ist sich die 50-Jährige sicher. Sie ließ sich in den neuen geschäftsführenden Vorstand wählen und erhielt das Vertrauen, den Vorsitz zu übernehmen. Gute Ideen für ihr Vorhaben bringt sie bereits mit, möchte Familien mit Kindern und Flüchtlingen mehr Aufmerksamkeit schenken. Beispielsweise bietet sie Ostern eine Bastelaktion für Kinder an. Außerdem möchte sie die Öffentlichkeitsarbeit befördern. Den Delegierten versprach sie indes: „Ich werde jeden mal besuchen.“

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