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Dorferneuerung Lohmen : Frischekur für „Alten Tanzsaal“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fördermittelbescheide für mehrere Projekte der Dorferneuerung gestern in Lohmen übergeben.

von
erstellt am 02.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Mit prallem Füllhorn reiste MV-Landwirtschaftsminister Till Backhaus gestern in Lohmen an. Gleich mehrere Fördermittelbescheide hatte er im Gepäck: zusammen 834 000 Euro. Damit ist es möglich, die Dorfbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ in Stand zu setzen sowie die Pfarrscheune und den Pfarrstall zu sanieren.

Längst nicht jeden Fördermittelbescheid könne er persönlich überbringen, aber bei 834 000 Euro hätte er auch nicht alle Tage zu überbringen, betonte Backhaus. Gewundert habe er sich angesichts der Höhe der Zuwendungen, wie Lohmen die ebenfalls notwendigen Eigenmittel für die Vorhaben aufbringt. Bürgermeister Bernd Dikau machte keinen Hehl daraus, dass Gewerbesteuereinnahmen dies der Gemeinde ermöglichen. In den vergangenen fünf Jahren – 2016 bereits eingeschlossen – habe Lohmen 3,8 Millionen Euro investiert und dabei rund 1,1 Millionen Eigenmittel aufgebracht.


Tanz, Tischtennis und auch Theater?


Erst vor wenigen Tagen begann die Arbeiten an der Dorfbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ mit Gesamtkosten von rund 480 00 Euro (Förderung: 312 000 Euro). Die Bauleute stehen hier unter besonderem Zeitdruck. Wenn am 21. Juni die Jury im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dolf soll schöner werden“ nach Lohmen kommt, möchte Bürgermeister Dikau die Damen und Herren um 14 Uhr in der Dorfbegegnungsstätte begrüßen. Bis dahin soll das Dach erneuert, eine Dämmung angebracht, eine Heizung installiert und der Sanitärbereich komplett neu ausgestattet sein. „An dem ganzen Gebäude sieht man sehr eindrucksvoll, wie Lohmen gewachsen ist und mit welchen Materialien gebaut wurde“, bemerkt der Bürgermeister wie nebenbei. Es begann mit einem Fachwerkhaus mit einer Gaststätte darin. Angebaut wurde die Schulküche mit Saal. Später sei noch ein Putzbau für die Bühne des Tanzsaales hinzugefügt worden, skizziert Dikau die Entwicklung. Die künftige Nutzung bereite kein Kopfzerbrechen: Tanz, Tischtennis, Sportgruppen, zählte Dikau auf. Und Prof. Klinkmann hatte gestern spontan eine weitere Idee: „Die Niederdeutsche Bühne könnte doch in Lohmen spielen.“

Weiterhin will die Gemeinde die unter Denkmalschutz stehende Pfarrscheune und den Pfarrstall sanieren. So möchte man die historische Bausubstanz erhalten und das Dorfbild verbessern. Der Pfarrstall, so berichtet Dikau, soll ein neues Dach, neue Fenster, Türen und Tore erhalten. Das Projekt (Gesamtkosten 266 000 Euro) schließe außerdem die Fassadensanierung ein. Denkbar seien künftig Mietwohnungen in dem Gebäude.

Die alte Pfarrscheune soll dagegen weiter zu einer Event-Scheune ausgebaut werden. „Für die geistige Arbeit an dem Projekt bekommen wir außerdem eine Stelle über zwei Jahre vom Ministerium für Soziales und Arbeit gefördert“, verkündete Dikau stolz.

Und damit nicht genug: Im gestern übergebenen Fördermittelpaket sind auch noch Zuwendungen für die Sanierung von Wohnungen, den Ausbau eines Gehweges und des Dorfplatzes an der Streuobstwiese enthalten.

 

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