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Bio-Produkte aus Rühn : Frische Produkte vor der Haustür

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ingo Sander zog vor knapp einem Jahr mit seiner Ölmühle nach Rühn / Mittlerweile verkauft der Biobauer aus Tarnow seine Produkte in ganz Deutschland

„Man braucht einen langen Atem“, sagt Ingo Sander. Der Biobauer aus Tarnow beteiligte sich Sonnabend an der Bio-Landpartie in Mecklenburg-Vorpommern. In seiner Produktionshalle auf dem Klostergelände in Rühn fanden interessierte Besucher viele Antworten rund um die frischen Öle, die Sander selbst produziert bzw. für andere Biobauern anfertigt.

Vor knapp einem Jahr zog Ingo Sander mit seiner Ölmühle auf das Klostergelände. „Der Schritt habe ich nicht bereut“, sagt der Tarnower heute. Vor sieben Jahren beschloss der Landwirt, der konventionellen Landwirtschaft den Rücken zu kehren und stieg auf die Biolandwirtschaft um. Auf rund 38 seiner 50 Hektar, die er bewirtschaftet, wachsen die Pflanzen heran, die er für die Produktion seiner Öle benötigt. „Ich produziere auf Bestellung“, erklärt Sander. Denn Konservierungsstoffe gibt es bei ihm nicht. Damit der Kunde aber lange etwas von den Ölen hat, die er kauft, produziert er frisch.

Neun verschiedene Öle wie zum Beispiel aus Öllein und der Mariendistel werden auf schonende Weise und naturbelassen bei Sander kalt gepresst. Erfahrung und Fingerspitzengefühl sowie eine gute Saat seien die Voraussetzungen für Öle mit hoher Qualität. Mittlerweile habe er Kunden im gesamten Bundesgebiet, vor allem natürlich die Bioläden. „Außerdem verkaufe ich über meine Homepage im Internet“, erklärt Sander.

Gerade weil der Prozentanteil der Menschen, die speziell auf Bioprodukte setzen, noch nicht so hoch liege, komme der Qualität eine besondere Rolle zu. Denn vieles sei Handarbeit und die habe bekanntlich ihren Preis. So kann sich auch jeder bei Ingo Sander umschauen und sich erklären lassen, wie sein Öl entsteht.

Auch in dieser Hinsicht habe sich der Umzug nach Rühn schon ausgezahlt. „Ich habe schon um die 15 Besuchergruppen hier gehabt, auch Schulklassen.“ Dafür biete die Halle genug Platz. Zudem werden auch im Klosterladen gleich nebenan seine Öle vermarktet. Ganz neu ist dabei ein besonderes Produkt „Schafskäse in Kräutern mit Sonnenblumenkernöl“.

Sander erzählt, wie es dazu kam. Beim Pressen des Öls fällt der so genannte Presskuchen an. Es handelt sich um die Samen, die gemahlen mit einem Restölgehalt aus dem Presskopf der Ölpresse austreten. Diesen Presskuchen wird in der Schafscheune Vietschow für die Fütterung der Pfennigsucher eingesetzt. „Ich bekomme dafür Schafskäse und lege den in frisches Öl ein.“ Auch die Schafscheune beteiligte sich am Sonnabend an dem Aktionstag.

So entstehen Produkte direkt vor der Haustür. Der Verbraucher könne genau nachverfolgen, wo die Produkte herkommen und wie sie entstehen. Auch das ist ein Anliegen des Aktionstages „Bio-Landpartie“, der zum mittlerweile siebten Mal in MV stattfand.

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