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Saisoneröffnung 2015 : Frische Farbe für die neue Saison

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Badeanstalt Am Jörnberg in Krakow am See seit gestern wieder geöffnet / Ortsgruppe der DRK-Wasserwacht half mit Arbeitseinsatz

svz.de von
erstellt am 16.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Wenn auch die Wassertemperaturen von 12 Grad noch nicht unbedingt zum Baden einladen, hat doch gestern in der Badeanstalt Am Jörnberg in Krakow am See die Sommersaison 2015 begonnen. Das 3000 Quadratmeter große Freibad ist nun wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. „Wenn es richtig warm ist, haben wir bis 20 Uhr offen“, sagt Hilmar Fischer. Er hofft für das Pfingstwochenende auf gutes Wetter und erwartet dann die ersten Gäste.

Schon das 17. Jahr betreibt der Rettungsassistent beim DRK-Kreisverband Güstrower zusammen mit seiner Familie das Freibad als zweites Standbein. „Allein davon kann man nicht leben“, sagt Fischer.

Wie immer kurz vor Saisonbeginn half die Ortsgruppe der DRK-Wasserwacht Mittwochabend bei einem Arbeitseinsatz, die Badeanstalt saisonfein zu machen. Worüber Hilmar Fischer froh ist. „Das schaff’ ich nicht allein“, sagt er. Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer mähten den Rasen, strichen Bänke, reparierten einen Zaun und packten an weiteren Stellen zu. Die Besucher können also kommen.

Doch sind es weniger die Einheimischen als vielmehr die Touristen, die den Weg ins Krakower Freibad finden. „Wir leben vor allem von den Gästen aus dem Van der Valk-Resort und von anderen Urlaubern. Der Besuch von Einwohnern könnte besser sein, die suchen sich meist selbst ihre Bademöglichkeiten“, zieht Fischer Bilanz über die letzten Jahre.

An den Eintrittspreisen dürfte dies nicht liegen. Denn diese bewegen sich seit Jahr und Tag am untersten Level: Ein Erwachsener zahlt pro Tag zwei Euro, ein Kind einen Euro und eine vierköpfige Familie pro Tag vier Euro.

Das Betreiben des Freibades werde eine immer größere Herausforderung, meint Hilmar Fischer. „Die Gelder werden immer weniger“, sagt er. Hinzu kommen politische Entscheidungen, die sich auch auf ihn auswirken. Wegen des Mindestlohnes müsse er in dieser Saison in der Badeanstalt statt bisher zwei nun drei Beschäftigte einstellen, erzählt Fischer. „Das haut einem als Kleinunternehmer die Beine weg“, meint er.

Bestätigung für seine jahrelange gute Arbeit und die seiner Familie im Freibad ist, dass dort nun schon im 17. Jahr die Blaue Europa-Flagge weht. Ist dies doch Ausdruck für das hohe Niveau der Badeanstalt. Anerkannt wird damit vor allem eine gute Ordnung und Sauberkeit sowie ein vielseitiges Angebot. Und dazu gehören außer viel Platz zum Sonnen, Spielen und Toben Tischtennisplatten und ein Beachvolleyballfeld, ein Badesteg, eine Wasserrutsche, zwei Sprungbretter und ein Imbiss sowie natürlich Sanitäranlagen. Gesichert ist auch in dieser Saison im Freibad wieder die Bewachung der Badestelle durch Rettungsschwimmer der Krakower Ortsgruppe der DRK-Wasserwacht.

Die Entscheidung über die Vergabe der „Blauen Flagge“ trifft jährlich aufs neue eine Jury. Am 5. Juni wird die Fahne für die neue Saison vergeben – und Hilmar Fischer hofft darauf, dass sie auch weiterhin bei ihm flattern wird.

Vor dem Arbeitseinsatz im heimischen Freibad war die Wasserwacht-Gruppe aus Krakow am See übrigens drei Tage in Bützow mit im Einsatz, um dort nach dem Tornado beim Aufräumen in der Badeanstalt am Rühner See zu helfen und den Sanitätszug beim Aufbau von Zelten für evakuierte Einwohner zu unterstützen.

 

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