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Auf der Zielgeraden : Friedhof rückt näher an Rostocker

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zaun und Hecke auf alte Grenze / Abschluss der Gestaltung des Friedhofes nach denkmalpflegerischer Zielsetzung

Die Baufahrzeuge von der Rostocker Chaussee sind verschwunden, nun kann es unmittelbar neben der viel befahrenen Trasse weitergehen. Zwischen der großen Feierhalle und dem Steinmetz wird ein neuer Zaun gesetzt, eine Hecke gepflanzt und ein Weg gepflastert. Der Friedhof rückt damit wieder 1,30 Meter näher an die Rostocker Chaussee heran – bis dort in, wo die Grenze ursprünglich verlief.

„Die Hecke muss sein, um den Friedhof von der viel befahrenen und lauten Straße abzugrenzen“, sagt Holger Büttner. Wenigstens ein bisschen Ruhe brauche die Totenstätte. Deshalb wolle man auch einen vorhandenen schmalen Weg an der Seite ausbauen und pflastern. „Fahrzeuge zur Trauerhalle sollen künftig vom unteren Tor an der Rostocker Chaussee hier entlang und nicht mehr wie jetzt üblich von der Einfahrt am St. Jürgens-Weg quer über den Friedhof zur Trauerhalle fahren“, erklärt der Friedhofsverwalter. Wenn sich freitags eine Bestattung an die nächste reiht, gebe es zu viel Unruhe. Trauerzüge müssten Fahrzeugen ausweisen. Das ginge nicht, argumentiert Büttner. Die Arbeiten haben in dieser Woche begonnen. Möglichst zum Totensonntag, spätestens aber zum Jahresende sollen sie abgeschlossen sein.

Ein zweiter Weg, der am Tor zwischen Trauerhalle und Verwaltung beginnt, soll ebenfalls bis Jahresende gepflastert werden. Die bisher wassergebundene Decke sei stellenweise unterspült, erklärt Büttner. Hier sei eine Befestigung notwendig.

„Das ist dann auch der letzte Weg, den wir pflastern“, informiert der Friedhofsverwalter. Nach zwölf Jahren könne man damit die Gestaltung des Friedhofs nach denkmalpflegerischer Zielstellung abschließen. „Zehn Jahre waren dafür geplant, ganz haben wir das nicht geschafft“, sagt Büttner und kündigt an, dass ab dem nächsten Jahr Unterhaltungsarbeiten auf dem Plan stünden. Manche Wege seien inzwischen abgesackt oder unterspült. „Hier müssen wir mit Erneuerungen beginnen“, betont Büttner. Das werde aber bei weitem nicht so teuer wie die grundhaften Instandsetzung in den vergangenen Jahren.

Tätig werden musste man auch bereits wieder an der 2000 sanierten kleinen Trauerhalle. Hier wird gegen aufsteigende Feuchtigkeit gekämpft. Bei der Gelegenheit sei eine Betonfläche vor dem Gebäude gleich durch Natursteinplatten ersetzt worden. Für alle drei Projekte sind 190 000 Euro veranschlagt. Finanziert werden sie aus den Friedhofsgebühren.

Als letztes Projekt für dieses Jahr kündigt der Friedhofsverwalter eine Erneuerung des anonymen Gräberfeldes, das nach erfolgter Namensauflistung nicht mehr ganz so anonym ist, an. Hier sollen die Blumenkübel am Eingang und der Bewuchs am Stein verschwinden, die Blumenbank und eine Bank an der Urnengemeinschaftsanlage erneuert werden. Ob der zentrale Platz am Stein wieder bepflanzt wird, lasse man bewusst noch offen, so Büttner.

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