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Güstrower Friedhof : Friedhof: Namensstele geschändet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Unbekannte beschädigen Stele mit Namenstafeln auf Güstrower Friedhof / Immer wieder Vandalismusschäden

von
erstellt am 18.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Schändung auf dem Güstrower Friedhof: Unbekannte haben die Stele mit den Namenstafeln auf der Urnengemeinschaftsgrabanlage stark beschädigt. Eine der Namenstafeln wurde dabei komplett zerstört. Auf den weiteren Tafeln wurden mehrere Namen zerkratzt. „Wir haben die zerstörte Tafel gesichert und müssen sie jetzt vermutlich auf unserer Kosten neu erstellen lassen“, ärgert sich Friedhofsverwalter Holger Büttner. Eine Tafel, auf der bis zu 48 Namen eingraviert sind, kostet rund 1000 Euro. Auf der ursprünglich anonymen Urnengemeinschaftsgrabanlage auf dem Friedhof können seit Ende 2013 die Namen der dort Bestatteten auf der Gedenkstele eingraviert werden, wenn es die Hinterbliebenen wollen.

„Wir wissen nicht, was hinter diesem Anschlag steckt“, sagt Büttner. „Ich kann nur vermuten, dass es in manchen Familien vielleicht Streit darüber gibt, dass die Namen dort eingraviert wurden.“ Matthias Ortmann, Pastor der Güstrower Pfarrgemeinde, hatte 2013 den Wunsch geäußert, dass die anonyme Bestattung auf dem Friedhof aufhört. „Ich möchte die Leute ermutigen, die Namen ihrer verstorbenen Angehörigen zu nennen. Wenn der Name schon im Himmel geschrieben ist, warum soll er nicht auch auf Erden erscheinen“, ist Ortmann überzeugt. Seitdem wurden bereits zahlreiche Namenstafeln auf der Stele angebracht. Die Fundamente für zwei weitere Stelen auf der Grabanlage werden demnächst gelegt. Hier sind aktuell rund 2700 Personen bestattet.

Laut Büttner hatten Unbekannte versucht, eine der Namenstafel von der Stele abzutrennen. „Sie war total verbogen. Zudem gab es Hammereinschläge“, schildert er. „Die Tafel war nicht mehr zu reparieren. Deshalb mussten wir sie abnehmen.“ Der Vandalismus an dieser Stele sei neu, dennoch habe der Friedhof ständig mit mutwilliger Gewalt zu kämpfen. Büttner zählt die Diebstähle von Blumen und Pflanzen auf. „Ganze Büsche werden ausgebuddelt, Gestecke verschwinden. Zudem passiert es immer wieder, dass Bronzebuchstaben aus Grabsteinen herausgeschlagen werden.“ Hinzu kämen Schmierereien an Gebäuden auf dem Friedhof. „Auch hat es bereits zwei Einbruchsversuche in den Blumenladen, der zum Friedhof gehört, gegeben. Wir haben die Fenster jetzt gesichert. Demnächst kommen hier noch Gitter hin“, erklärt Büttner und fügt an, dass in dem Blumenladen „überhaupt nichts zu holen“ sei.

Unterdessen haben gestern die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Urnengemeinschaftsgrabanlage begonnen. Der Bereich um die Namensstele wird gepflastert und die Fundamente für zwei weitere Stelen kommen hinzu. Zudem wird der Bereich um den Gedenkstein, wo Angehörige Blumen ablegen können, neu gestaltet.

 

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