Demonstrationen : Friedensgebet, Mahnwachen gegen MVgida-Aufmarsch

Kirchgemeinde und Demokratiebündnis: Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

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18. April 2015, 04:00 Uhr

Für Sonntag, 14 bis 18 Uhr, ist ein Marsch von MVgida, dem Schweriner Pegida-Ableger, durch Güstrow angemeldet. Dagegen rufen das Demokratiebündnis der Barlachstadt und das Kinder- und Jugendparlament zum Protest auf. Karen Larisch, Sprecherin des Demokratiebündnisses: „Wir wollen nicht zulassen, dass Menschenverachter unter dem Deckmantel ,sozialen Kümmerns‘ in unserer Stadt Fuß fassen. Güstrow ist eine lebenswerte Stadt für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren. Einheimisch oder zugereist, deutsch oder ausländisch, arm oder reich – Güstrow ist für alle da.“ Die „Villa Kunterbündnis“ will deshalb auf dem Pferdemarkt mit verschiedenen Aktionen aufwarten. Auch hat das Bündnis Mahnwachen am Bahnhof und in der Südstadt angekündigt.

Unterstützt wird der Aufruf des Demokratiebündnisses durch Gewerkschaften, Parteien, Verbände, Kirchen und Privatpersonen. So lädt im Namen der Güstrower Kirchgemeinde St. Marien Pastor Matthias Ortmann um 15 Uhr zu einem Friedensgebet in die Pfarrkirche ein. Der MVgida-Marsch werde „Unruhe, Unfrieden, Bedrohung und Angst in die Stadt bringen“, so Ortmann. „Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen. Wer kommen kann ist herzlich eingeladen, wer an anderen Orten gebraucht wird, sei in Gedanken und Gebet dabei.“

Der Kreisvorstand Die Linke appelliert an die Bürger, sich an Mahnwachen entlang der Wegstrecke, die auch über den Markt führt, zu beteiligen.

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