Hoppenrade : Freiwillige Feuerwehr am Rande der Gemeinde

Maschinist Lothar Günther demonstriert, wie das mobile Pumpenaggregat des TLF ausgefahren wird.
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Maschinist Lothar Günther demonstriert, wie das mobile Pumpenaggregat des TLF ausgefahren wird.

Hoppenrade hat 16 aktive Blauröcke am Standort Koppelow sie sind einsatzbereit mit Bedarf zum Nachbessern

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03. Juni 2016, 05:00 Uhr

Schon zu sechs Einsätzen wurden die Kameraden der Koppelower Feuerwehr in diesem Jahr gerufen. Das ist überdurchschnittlich für die kleine Wehr. In dem etwas abseits gelegenen Ortsteil hat Hoppenrade seine Gemeindewehr seit dem Anbruch der Zweitausenderjahre stationiert. Das bringt in der großflächigen Gemeinde auch einige Probleme mit sich. Die Wehr kooperiert deshalb mit anderen im Amt Krakow am See, mit speziellem Blick auf den Ortsteil Lüdershagen vor allem mit den Charlottenthaler Kameraden.

Die Grundausrüstung gilt als gesichert, wovon sich die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung vor Ort überzeugten. Da erfuhren sie jedoch auch von einigem Bedarf zum Nachbessern. So habe nicht jeder der 16 aktiven Mitglieder seine persönliche Ausrüstung, wie Wehrführer Arno Ochs berichten musste. Ein personeller Engpass sei zudem die Befähigung als Atemschutzgeräteträger, was vielfach auch medizinische Gründe habe. Bei derzeit sechs Leuten in der Ausbildung hoffe er auf Verstärkung in diesem wichtigen Aspekt der Handlungsfähigkeit der Wehr, machte Arno Ochs deutlich. Schon 34 Jahre auf dem Buckel hat das Tanklöschfahrzeug der Wehr. Aber es laufe zuverlässig – anders das Notstromaggregat, das man habe ausmustern müssen. Die Alarmierung – auch so ein spezielles Ding. Nur sechs Kameraden hätten einen „Pieper“, berichtete Arno Ochs. So sei die Sirene im Dorf – außer in Koppelow steht nur in Hoppenrade selbst noch eine – unverzichtbar, bemerkt dazu Amtswehrführer Nico Mertel. Ansonsten behelfe man sich weiterhin mit der guten „alten“ Feuerwehr-SMS, was für die Koppelower Blauröcke durchaus noch ausgebaut werden könne. Auf ein generelles Sorgenkind im gesamten Amtsbereich verwies Andreas Dau, Mertels Stellvertreter: Anzahl und Zustand der Löschwasserentnahmestellen reichten nicht aus. „Den Teich wollen wir als nächste Maßnahme in Angriff nehmen“, versicherte Bürgermeisterin Birgit Kaspar zu diesem Themenpunkt. „Wir müssen dran bleiben!“, mahnt die Bürgermeisterin auch in Sachen Nachwuchsarbeit. Da die Jugend nicht so zahlreich in der Gemeinde vertreten sei, gelte es „Interesse zu wecken“, so Kaspar.

Sorgenfrei sind die Hoppenrader/Koppelower Wehrleute also nicht. Amtswehrführer Nico Mertel befürwortet deshalb die gegenseitige technische und personelle Unterstützung mit Nachbarwehren. Die sollte aber auch auf vertragliche Grundlagen zwischen den Gemeinden gestellt werden, merkt er an und könnte sich sogar die Bildung eines Zweckverbandes im Amt vorstellen.

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