zur Navigation springen

Straßenbau : Freie Fahrt auf Rostocker Chaussee

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach 16 Monaten Bauzeit ist es vollbracht: Der Verkehr rollt seit gestern wieder auf Güstrows wichtigster Zufahrtsstraße

Winkend und mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen befuhr ein Volkswagen-Fahrer aus dem Landkreis gestern als erster die gerade freigegebene Rostocker Chaussee. Ganze drei Monate vor dem ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin konnte Güstrows wichtigste Zufahrtsstraße gestern nach 16-monatiger Bauzeit wieder für den Verkehr geöffnet werden.

Selbst Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel ließ es sich trotz 30-minütiger Verspätung nicht nehmen einige Worte zu einer der größten straßenbaulichen Maßnahmen in Güstrows Geschichte zu verlieren. In seiner Ansprache thematisierte er insbesondere die massiven Einschränkungen für Anwohner und Durchfahrende: „18 000 Fahrzeuge passieren diese Straße täglich – man kann sich vorstellen, wie belastend das gerade für Anwohner und Pendler sein muss. Dass ich während der gesamten Bauphase keinen Bürgerbrief aus Güstrow erhalten habe zeigt mir, wir sehr die Bürger hinter dem Projekt standen. Ihnen gilt mein Dank.“

Auch Landrat Sebastian Constien zeigte sich erleichtert. „Es ist geschafft“, resümierte er gestern. Dabei dachte er besonders an die Anwohner sowie die Erreichbarkeit für Krankenhaus, Feuerwehr und alle Gewerbetreibenden. „Ich freue mich auch“, fügte er mit einem Lächeln hinzu, „dass auch die Mitarbeiter des Kreises von nun an wieder zügiger zu ihrem Arbeitsplatz kommen.“

Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt, selbst bekennender Radfahrer, betonte die Notwendigkeit der kombinierten Fuß- und Radwege entlang der sanierten Bundesstraße. „Wir haben uns stets bemüht Lösungen zu suchen, die allen Beteiligten gerecht werden“, so der Bürgermeister.

Dabei habe es auch immer wieder Diskussionsbedarf gegeben, gerade in Bezug auf die Breite des kombinierten Fuß- und Radweges. Mit dem Ergebnis sei er sehr zufrieden. „Wir mussten auch an Familien mit Kindern oder ältere Güstrower mit Gehhilfen denken. Die Zeit wird zeigen, dass die entstandenen Weg nun viel häufiger genutzt werden“, ist sich Arne Schuldt sicher.

André Sonnenberg vom Güstrower Behinderten-Beirat hätte sich indes gewünscht gleich von Anfang an mit einbezogen zu werden. „Während der Bauphase haben wir als Beirat sieben Begehungen der Straße gemacht und immer wieder Nachbesserungsvorschläge gehabt“, so Sonnenberg. Mit dem Ergebnis zeigt er sich nun aber zufrieden. Einzig Blindenstreifen auf den Wegen wünsche er sich nun noch von der Stadt.

Dank der umfangreichen ober- und unterirdischen Sanierung, die rund 8,2 Millionen Euro verschlungen hat, herrscht hier nun mehr als 15 Jahre lang Ruhe. Erst dann müsse die Deckschicht mal wieder abgefräst werden. Dem Unterbau und allem, was drin liegt, prognostiziert Straßenbauamtsleiter Ronald Normann eine Haltbarkeit von bis zu 80 Jahren. In zwei bis drei Wochen werden auch die letzten Pflaster- und Aufräumarbeiten an der Rostocker Chaussee erledigt sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen