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Fred und Frode durch den warmen Januar völlig irritiert

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2012 | 10:23 Uhr

Verkehrte Welt für die beiden Braunbären Fred und Frode im Natur- und Umweltpark Güstrow. Normalerweise schlafen die beiden achtjährigen Bären von November bis Ende Februar. Sie essen nichts, bewegen sich kaum, dösen vor sich hin und warten auf das Frühjahr. Doch in diesem Jahr ist alles anders. "Der warme Januar sorgte für einen vorzeitigen Abbruch der Winterruhe", berichtet Tierpflegerin Petra Koppe. Am 21. Januar verließen die beiden ihre Bärenhöhle, um im drei Hektar großen Freigehege den vermeintlich nahenden Frühling zu begrüßen. "Fred fraß frisches Gras und nahm gleich ein Bad. Frode zögerte ein wenig, verließ dann aber auch die Höhle", erzählt die Bärenhüterin.

Dann kam wieder alles anders. Tiefe Minusgrade im Februar. Fred und Frode verschwanden wieder in ihrer Höhle und schliefen weiter. Während der Winterruhe verringert der Bär Kreislauf, Atmung und Herzschlag nur so weit, dass er jederzeit seine Höhle verteidigen kann. Würde er seinen mehrere hundert Kilo schweren Körper wie ein Igel auf fünf Grad absenken, käme er ohne fremde Energie nie mehr auf Touren.

Seit Anfang März sind Fred und Frode wieder munter. "Bärlauch und Löwenzahn waren ihre erste Nahrung", sagt Petra Koppe. Am Wochenende war die erste öffentliche Fütterung.

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