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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 05:07 Uhr

Frauentag : Frauen-Engagement gewürdigt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

200 Gäste bei gestriger Feier des Frauentags der Volkssolidarität im Güstrower Bürgerhaus.

„Wir wollen aufsteh’n, aufeinander zugeh’n, voneinander lernen, miteinander umzugeh’n“, sang der Chor der Schule am Inselsee gestern Nachmittag im Güstrower Bürgerhaus. Dies war zugleich ein gutes Motto für die etwa 200 Gäste, die dort den Internationalen Frauentag mit Musik, Tanz und gutem Essen feierlich begangen haben. Eingeladen hatte dazu der Kreisverband der Volkssolidarität und wollte damit den zahlreichen Frauen in seiner Mitte Dank sagen. „Der Tag ist durchaus wichtig und eine gute Tradition, die es zu erhalten gilt“, sagte Wolfram Friedersdorff vom Bundesverband der Volkssolidarität. Es sei ein Gedenktag, an dem man zurückblicken müsse, um den Ausgangspunkt zu sehen und dann auch das, was erreicht wurde. Trotz aller Gleichberechtigung gebe es immer noch Defizite, derer man sich bewusst sein müsse, um sie angehen zu können, fügte er an.

Der VS-Kreisverband nutzte diesen Tag aber vor allem, um einigen Mitstreiterinnen ein herzliches Dankeschön für ihr jahrelanges Engagement zu sagen. „Wir zeichnen jedes Jahr einige für ihre sehr gute und aktive ehrenamtliche Tätigkeit aus“, sagte Petra Förster vom Vorstand. Unter den Ausgezeichneten war auch Vera Felker (70) aus Laage. Seit 1966 ist sie bei der VS Mitglied und übernahm vor zweieinhalb Jahren den Vorsitz ihres Ortsvereins, der knapp 200 Mitglieder zählt. Für sie alle gilt es, ein buntes und ansprechendes Programm im Jahr zu gestalten. „Ich habe aber viel Hilfe“, sagt Vera Felker. So gibt es beispielsweise auch in Laage in der kommenden Woche eine Frauentagsfeier. „Das ist eine lange Tradition und alle freuen sich darauf“, sagte die Laagerin.

Aus Güstrow wurden unter anderem Brigitte Rodd und Anna Pilgrim ausgezeichnet. Seit etwa 20 Jahren ist Anna Pilgrim (72) als Kassiererin unterwegs und genießt das kulturelle Angebot des Ortsvereins. „Es ist sehr abwechslungsreich“, sagt sie.

Brigitte Rodd (69) ging 2006 in den Ruhestand und arbeitet seitdem in der gleichen Ortsgruppe der VS mit. Als Hauptkassiererin organisiert sie auch das Programm mit. „Wenn dann die Leute sagen, es war toll, dann bin ich doch auch zufrieden“, sagt sie.

Das Leben der Ortsgruppen ist für manch Ältere sehr wichtig, stellten die beiden Güstrower Frauen fest. „Viele brauchen einen regelmäßigen kurzen Besuch“, wissen sie. Zu runden und halbrunden Geburtstagen gehen die noch rüstigen Mitstreiter darum zu den Mitgliedern der Ortsgruppe. Auch wer kränklich ist, wird besucht. In den insgesamt 75 Ortsgruppen des VS-Kreisverbandes sei das regelmäßig geübte Praxis.

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