zur Navigation springen

Bildungsstandort Güstrow : Frau an Spitze der Fachhochschule

vom

Offizielle Ernennung von Dr Marion Rauchert gestern Nachmittag in Güstrow

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2015 | 06:00 Uhr

Seit knapp einem Jahr leitet Dr. Marion Rauchert die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege MV, gestern wurde sie von Innenminister Lorenz Caffier zur neuen Direktorin der Fachhochschule bestellt. Die 58-Jährige  war 2006 als Leiterin der Sektion Polizei an die Güstrower Bildungseinrichtung gekommen und seit 2010 stellvertretende Direktorin gewesen.  Ihr Vorgänger im Amt, Prof. Dr. Bodo Wiegand-Hoffmeister, war  vergangenes Jahr als Rektor zur Hochschule Wismar gewechselt.

Innenminister Caffier betonte insbesondere die Verantwortung der Fachhochschule für die Ausbildung des Nachwuchses für Polizei und Verwaltung. Bei den wenigen Schulabgängern sei es eine große Herausforderung geeignetes Personal zu finden. „Marketing wird ein immer wichtigerer Bereich“, betonte Caffier.  Es gebe in Güstrow eine „hervorragende Fachhochschule“, das müsse auch öffentlich gezeigt werden.

Der stellvertretende Landrat Rainer Boldt knüpfte in seinem Grußwort an. In der Selbstdarstellung und  Wahrnehmung des Landes müsse Güstrow als Bildungsstandort mit der Fachhochschule als beredten Ausdruck dessen   mehr ins Bewusstsein gerückt werden. Boldt wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und kommunalen Verwaltungen im Landkreis  und sieht „Reserven bei der Einbettung der Fachhochschule in der Region“.

Rauchert betonte gestern wie gern sie die Ernennung zur Direktorin annehme und formulierte drei Schwerpunkte künftiger Arbeit. Zum einen liege ihr die Frauenförderung am Herzen.  Frauen hätten oft das gleiche Potenzial und die gleiche Motivation wie Männer, würden aber auf dem Weg in Führungspositionen irgendwo auf der Strecke bleiben. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine gezielte Förderung nannte Rauchert als zwei Eckpfeiler für den Weg von Frauen in die oberen Etagen. Eine Modulreihe zur Vorbereitung von Frauen auf Führungsfunktionen habe an der Schule bereits begonnen und sei ausbaufähig, so Rauchert. Wichtige Arbeitsfelder sehe sie in Zukunft auch in der anwendungsbezogenen Forschung.  Gerade startet die sogenannte Dunkelfeldforschung, die bei einer realistischen Einschätzung der Sicherheitslage im Land  helfen soll (SVZ berichtete). Weiter sieht sie eine bessere Vernetzung der sieben staatlichen Hochschulen im Land als Aufgabe und Chance für die Zukunft.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen