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Stadtvertretung : Fraktionslose auf Partnersuche

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung Güstrow: Aktuell nur drei Fraktionen, jedoch Bündnisse denkbar / Wie bisher nur fünf Frauen vertreten

Was angesichts der Wahlvorschläge nicht zu vermuten war: Der Frauenanteil in der Güstrower Stadtvertretung ist gestiegen. Allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Wie zuletzt in der alten gibt es auch in der neuen Vertretung fünf Frauen, und das bei verringerter Gesamtstärke. Auf die Schulter klopfen dürfen sich dafür nur zwei Parteien. Vorneweg Die Linke, die allein mit drei Frauen in der Fraktion den Löwinnenanteil entsendet. Und: Die Quote liegt sogar höher als die der männlichen Fraktionskollegen. „Wir sind eine Frauenfraktion“, meint denn auch Jens-Hagen Schwadt, designierter Front-Mann der Linken in der Stadtvertretung.

Mit 50 Prozent glatt die Quote getroffen hat das Duo von Bündnis90/Die Grünen. Deutlich vor dem wieder einziehenden Bernd Lippert hat die frühere Stadtjugendpflegerin Thora Nacke den größten Zuspruch der Grünen-Vorschläge gefunden.

Fünfte Frau im Bunde ist Sabine Moritz. Die ehemalige Bibliotheksleiterin hat in beiden Wahlbereichen jeweils mehr Stimmen gesammelt als alle anderen SPD-Kandidatinnen zusammen.

Frauen hin, Männer her – auch so zieht die SPD „mit ein bisschen Stolz“ als zweitstärkste Fraktion ins Stadtparlament. „Das war unser Ziel, und die gleiche Fraktionsstärke. Das ist auf den Punkt gelungen“, freut sich Hartmut Reimann, der wohl wieder der „Lautsprecher“ der Sozialdemokratie werden dürfte.

Torsten Renz, alter und wohl auch neuer Chef der ihren Vorsprung ausbauenden CDU-Fraktion, ficht das alles nicht an: „Ich bin überwältigt, wie die Wähler unsere kontinuierliche Arbeit honorieren.“ Man habe schließlich auch so viele Anträge eingebracht wie alle anderen Fraktionen zusammen, zählt Renz auf.

„Hin und her gerissen“ fühlt sich dagegen Sascha Zimmermann, der jetzt als alleinstehender Liberaler Bündnisse und Anschlussmöglichkeiten ausloten will. Argument: „Als Fraktion kann man z.B. weitere Bürger als Sachkundige einbeziehen.“

Eine 7 vor dem Komma bezeichnet Lothar Fila als „sehr gutes Ergebnis, das sich leider nicht in den Sitzen widerspiegelt“. So bleibe auch den zwei Freien Wählern nichts weiter übrig, als nach Partnern zu suchen. Gut denkbar, dass das gelingt, zog doch mit Kurt-Werner Langer der einzige Einzelbewerber (und Fraktionskollege der Vergangenheit) wieder in die Stadtvertretung ein.

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