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Im Kaffeesatz gelesen : Fracking im Güstrower Stahlhof

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Was uns 2015 so alles blühen kann / Eine mutige, nicht ganz ernst gemeinte Kaffeesatzleserei – Monat für Monat

Die Lokalredaktion ist wieder einmal mutig: Sie las im Kaffeesatz, was in diesem Jahr alles in der Region passieren wird.

Januar: Die Sensationsmeldung schlägt ein wie eine Wasserbombe: Der Bäcker, der sich vor knapp zwei Jahren ins Güstrower Rathaus-Nebengebäude einmietete (siehe SVZ vom 2. Januar 2014), zieht wieder aus. Vergeblich hatte er versucht, mit viel luftigem Inhalt kleine Brötchen zu backen. Das Versprechen, dass diese größer werden sollen, war wieder eine Mogelpackung. Da packte der Hersteller höchst selbst ein – den ganzen Laden.

Februar: Wie schon vor einem Jahr im Kaffeesatz gelesen, eröffnet im Frühjahr das Hotel „Stadt Güstrow“ wieder nicht. Erste Gedanken reifen, das Haus am Markt für Asylbewerber zu nutzen.

März: In Vergessenheit zu geraten droht dem Stahlhof-Gelände in Güstrow. Zum siebenten Mal hat ein intervenierender Unbekannter etwas moniert und somit Baustopp erwirkt. Nach Vögeln und fliegenden Mäusen und Asbest, vor dem sich zu schützen sei, wurde entdeckt, das unter den Kleiderwerken viel Schiefer liegt. Die Stadtwerke beginnen mit dem Fracking nach Gas.

April: Die Fußballer des GSC beenden ihre Saison vorzeitig. Ihr Punktevorsprung in der Landesliga ist so groß, dass der erstmalige Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes schon gesichert ist.

Mai: Die Außenstellen der Kreisverwaltung in Bad Doberan werden kurzfristig geschlossen. Der Grund: Die alten Gemäuer halten dem Bürgeransturm nicht mehr stand.

Juni: Der Flughafen Laage meldet: Ziel übererfüllt, 400  000 Passagiere abgefertigt. Beim Blick auf den Kalender fällt der Irrtum auf: Der 1. April ist längst gewesen.

Juli: Das Freibad in Laage öffnet wieder! Weil das große Becken aus hygienischen Gründen aber nicht genutzt werden darf, legen die Sportvereine zusammen und kaufen kleine Plantschbecken.

August: Wende in der Wokra-Affäre: Der ehemalige Geschäftsführer gewinnt seine Klage gegen die Entlassung. Daraufhin zieht der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende seinen Rücktritt zurück. Als Konsequenz muss die Bürgermeisterwahl wiederholt werden.

September: Nach dem Start zur Sanierung der Mühlenstraße und einer Umleitung quer über den Markt wird der Gedanke geboren: Geht doch, bleibt also so!

Oktober: Nach jetzt schon zwei Jahre währendem Gezerre in der Verwaltung, in der Stadtvertretung, in den Stadtwerken und zwischen allen Beteiligten um die Zukunft rudert die Oase zurück: Die alte Rutsche wird wieder angebaut.

November: Da der Kleiderwerke-Abriss immer noch nicht losgeht, platzt Bürgermeister Schuldt der Kragen: Der fünfgeschossige Plattenbau wird jetzt nicht mehr abgerissen. Er wird dem Landkreis für einen Euro verkauft. Der ist froh, für so billig Geld das Problem der Unterbringung von weiteren Asylbewerbern endgültig lösen zu können.

Dezember: Der Bund gibt unverhofft Gelder an den Kreis zurück. Der lässt flächendeckend sämtliche Kreisstraßen komplett sanieren. Der Verkehr wird für vier Wochen eingestellt.

 

 

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