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Städtische Galerie Wollhalle : Fotos aus sechs Jahrzehnten

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kultur aktuell 2015: Sommerausstellung mit dem Fotografen Hans Pölkow / Außerdem Porzellan und Skulpturen, Malerei und Grafik

von
erstellt am 29.Jan.2015 | 21:15 Uhr

Ausstellungen sieht Hans Pölkow als Aufgabe seines Lebensabends. Der studierte Kunsthistoriker und Theaterwissenschaftler, der Jahrzehnte als Kunstkritiker und Fotograf arbeitete, ist zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag die Sommerausstellung in der Städtischen Galerie Wollhalle gewidmet. Im Frühjahr sind ebenfalls Fotografien und dazu Porzellan, Schmuck und Objekte aus Stahl zu sehen. Malerei und Grafik folgen im Herbst.

Aus sechs Jahrzehnten wird Hans Pölkow, der seit 2002 in Sarmstorf wohnt, ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen. „Den Schwerpunkt bilden Porträts. Daneben sind auch Landschaften, Stillleben und Akte zu sehen“, kündigt Iris Brüdgam an. Die Museumsmitarbeiterin, die auch die Ausstellungen in der Wollhalle betreut, freut sich sehr auf die Personalausstellung. Das Porträt war immer der Schwerpunkt seiner Arbeit. Pölkow vervollkommnete es.


Kontraste in Harmonie


Noch bis zum nächsten Sonntag, 8. Februar, werden in der Wollhalle Skulpturen des Bildhauers Dieter Prange gezeigt. Es folgt eine Gemeinschaftsausstellung von Martin Holze (Fotos) sowie Jutta und Klaus-J. Albert. Martin Holze, 1965 in Malchin geboren, ist selbstständiger Fotograf. Ihm gehe es nicht darum fotografisch zu dokumentieren, sondern „um die Faszination einer Umgebung, die aus emsiger Tätigkeit in Stille versank“, erklärt Brügdam. Industriebrachen und mit Rost überzogener Stahl sind nur zwei Motive von etwa 80 Fotos, die Holze zeigen wird.

Wunderbar würden die Fotos mit den Objekten, Schmuck und Skulpturen von Jutta und Klaus-J. Albert harmonieren, betont die Kulturhistorikerin. Beide Künstler hätten eine gediegene Ausbildung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein, erhalten, betont Brüdgam. Die Arbeiten von Jutta Albert würden oftmals vom Schwarz-Weiß-Kontrast leben. „Ihr Schmuck ist ästhetisch, edel“, fügt Brüdgam hinzu. Den Bildhauer Albert sieht sie in der Tradition des Konstruktivismus, wie sie das Bauhaus in Weimar und Dessau vertrat.


Geprägt von Usedomer Künstlern


Vera Kopetz (1910-1998) beendet den überschaubaren Ausstellungsreigen in der Wollhalle mit Malerei und Grafik, die von Oktober bis Ende Januar 2016 zu sehen sein wird. Die Künstlerin, für deren Entwicklung die Bekanntschaft mit Usedomer Künstlern wie Otto Niemeyer-Holstein und Otto Manigk von großer Bedeutung war, könnte einigen Güstrower bekannt sein. „Sie hatte in den 1950er-Jahren die künstlerische Ausgestaltung des Ernst-Barlach-Theaters mit Deckenmalerei und Mosaik-Arbeiten übernommen“, erinnert Brüdgam. Porträts, Stillleben und Kleinplastiken – Leihgaben aus Familienbesitz – kündigt die Kunsthistorikerin für diese Ausstellung an. 

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