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"Gesicher der Musik" in Krakow am See : Foto-Porträtkunst eines Rastlosen

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Leonard Bernstein bei der Arbeit am Dirigentenpult, Jazz-Legende Louis Armstrong in Aktion oder Komponist Udo Jürgens konzentriert beim Liederschreiben - Hans Pölkow hat zahlreiche Größen der Musikszene abgelichtet.

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erstellt am 14.Okt.2012 | 05:19 Uhr

Krakow am See | Leonard Bernstein bei der Arbeit am Dirigentenpult, Jazz-Legende Louis Armstrong in Aktion oder Komponist Udo Jürgens konzentriert beim Liederschreiben - der Fotograf und Kulturjournalist Hans Pölkow hat zahlreiche Größen der Musikszene mit seiner Kamera abgelichtet. In seiner neuen Ausstellung "Gesichter der Musik" in der Alten Synagoge in Krakow am See zeigt der 77-Jährige ausdrucksstarke Porträts bekannter Persönlichkeiten aus der Welt der Musik - fotografiert in schwarz-weiß von den 1960er- bis in die 1990er-Jahre.

Was die Präsentation seiner Fotokunst betrifft ist Pölkow ein Rastloser. Zahlreiche Ausstellungen hatte er bereits in den vergangenen Jahren in der Region, immer wieder stellt er in der Güstrower Kreisvolkshochschule aus, gibt hier auch Fotokurse. Jetzt zeigt Pölkow, der in Sarmstorf lebt, seine Bilder erstmals in Krakow am See. Ausstellungen bezeichnet der studierte Kunsthistoriker und Theaterwissenschaftler als "die Aufgabe meines Lebensabends". "Ich werte ständig mein Archiv aus und will die hier gesammelten Fotografien auch zeigen", sagt er.

Und der gebürtige Rostocker hat etwas zu zeigen. "Großartig und faszinierend" findet Annerose Wendt, Vorsitzende des Kulturvereins Alter Synagoge, die jetzt ausgestellten 44 Fotografien. Gerade weil sie schwarz-weiß seien, würden sie einen Gegenpol zu der heute oft schrillen und bunten Welt darstellen. Dabei hat Pölkow das Porträt vervollkommnet. Es war immer der Schwerpunkt seiner Arbeit, auch während der vier Jahrzehnte seiner Tätigkeit als Kunstkritiker und Fotograf für Tageszeitungen, Illustrierte sowie für Verlage und Galerien. "Die gezeigten Musikerporträts sind sowohl langjährigen und oft freundschaftlichen Beziehungen geschuldet, genauso aber auch in der journalistischen Arbeit bei kurzfristigen einmaligen Treffen entstanden", schildert Pölkow. Zum guten Foto gehöre außer der zu beherrschenden Technik, der "Draht" zum Gegenüber und die Nutzung der vorhandenen Situation, vor allem des Lichts, das ja das Wesenselement der Fotografie sei, sagt der Experte. "Das Licht vermittelt nicht nur die Äußerlichkeit, es ist vor allem auch Träger der emotionalen Qualität. Bei den hier gezeigten Fotos habe ich immer das gegebene Licht genutzt."

Den "Draht" zu den Porträtierten hat Pölkow gefunden und auch das emotional Bewegende über den Augenblick hinaus festgehalten. Seine Fotografien eignen sich zum Vertiefen. Sie sind teilweise Charakterstudien, die die Abgebildeten in ihrem Element zeigen - der Musik. Die Ausstellung ist bis zum 26. November in der Alten Synagoge zu sehen.

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