Fotoattraktion beim MV-Tag : Foto mit Elisabeth von Dänemark

Christian Höser istbegeistert von dem Gewand, das Christa Jäger und Doris Janthur genäht haben. Im Hintergrund ist Elisabeths Epitaph zu sehen.
Christian Höser istbegeistert von dem Gewand, das Christa Jäger und Doris Janthur genäht haben. Im Hintergrund ist Elisabeths Epitaph zu sehen.

Domgemeinde ließ Gewand vom Rollsportverein für Aktion zum MV-Tag nähen.

svz.de von
16. Juni 2016, 12:00 Uhr

Ein Hingucker beim MV-Tag in Güstrow soll das Gewand von Elisabeth von Dänemark werden. Dieses prachtvolle Kleid der Ehefrau des Fürsten Heinrich Borwin II nähten Doris Janthur und Christa Jäger für die Domgemeinde. „Wir wollen diese Persönlichkeit aus der Geschichte der Stadt lebendig werden lassen“, sagt Dompastor Christian Höser. Eine Güstrowerin soll die Elisabeth darstellen und Gästen als Fotomodell dienen.

Drei Wochen saßen Doris Janthur und Christa Jäger, die ansonsten eher Kleider für den 1. Güstrower Rollsportverein nähen, dafür an ihren Nähmaschinen. „Es war viel Arbeit und mit dem schweren Stoff gar nicht so leicht“, erzählt Janthur. Acht bis zehn Meter Stoff hätten sie verarbeitet, dazu etliche Meter Goldborte, die sie zum Teil auf Flohmärkten fanden. Als Vorlage dienten historische Darstellungen. „Das war schon eine Herausforderung“, sagen sie. Letztlich aber haben sich ihre Diskussionen gelohnt. „Für mich ist es ein Traum geworden“, sagt die gelernte Näherin Christa Jäger über dieses Meisterstück in Größe 36/38.

Pastor Höser ist begeistert, spricht von einem „Wunderwerk“. Ganz bewusst hätte die Domgemeinde diese Idee entwickelt. Frauen seien wichtig in der Geschichte, und Elisabeth habe viel für Mecklenburg getan. „Sie hat beispielsweise damals Handwerker aus Dänemark nach Güstrow geholt oder sich auch für verschiedene soziale Projekte eingesetzt“, sagt der Pastor. Mit Kindern habe sie beispielsweise den Heidberg aufgepflanzt. Mit den MV-Tagen soll der Auftrag dieses „Wunderwerkes“ von Elisabeth von Dänemark nicht vorbei sein. „Wir möchten damit eine Figur bekleiden und diese in einer späteren Ausstellung zu Frauen der Reformationszeit nutzen“, verrät er.

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