Güstrows Ortsteil Kluess : Forstwirtschaft spielte große Rolle

Matthias Poeszius vom Forstamt Güstrow berichtete in Klueß über das Projekt „Vielfaltwald“  Fotos: Sieglinde Seidel
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Matthias Poeszius vom Forstamt Güstrow berichtete in Klueß über das Projekt „Vielfaltwald“ Fotos: Sieglinde Seidel

Band vier der Chronikhefte „Klueß und seine Geschichte“ am Donnerstag vorgestellt

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20. November 2015, 12:06 Uhr

Es war schon fast eine Vorbereitung auf die 700-Jahr-Feier des Ortes Klueß, als am Donnerstagabend das vierte Chronikheft von dem Verein „Klueßer Sandhasen“ vorgestellt wurde. Der Raum in der Gaststätte reichte kaum aus, um allen Interessierten einen Platz zu geben. Der Andrang war groß um zu hören, was im vierten und vorläufig letzten Band von „Klueß und seiner Geschichte“ zu lesen ist. Musikalisch umrahmt wurde die Vorstellung des Chronikteils vom Klarinettenquintett von Lothar Reißenweber.

Auch Ingeburg und Hans-Joachim Lübars waren gekommen. „Seit 1971 wohnen wir hier“, erzählt Ingeburg Lübars. Hans-Joachim Lübars war nicht nur ehemaliger Waldbauleiter, sondern auch viele Jahre Revierleiter in Güstrow. „Die Forstwirtschaft spielte viele Jahre eine große Rolle in Klueß“, weiß Bernd Krumpolt, der mit seiner Frau Renate an der Recherche mitarbeitete. Heute ist gerade die Forstbaumschule als einziges Unternehmen der Forstwirtschaft hier ansässig. Dicht verwoben mit der Forstwirtschaft ist der Natur- und Umweltpark – heute Wildpark MV. Der Klueßer Hans-Joachim Lübars hat großen Anteil daran, dass der heutige Wildpark seinen Platz fand, wo er noch heute ist. Denn er hatte den Standort 1959 für den ersten Tierpark in Güstrow ausgewählt. „Dass er einmal so groß werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt er heute.

Inzwischen nämlich grenzt der Wildpark an Klueß heran. Dies veranlasste den Verein, auch Klaus Tuscher als Wildparkleiter in dem neuen Heft zu Wort kommen zu lassen. Aber auch über „Das versunkene Kloster“, über verschiedene Brücken, die über ortsnahe Fließgewässer um Klueß führen und über die Geschichte des Vereins „Klueßer Sandhasen“ ist im aktuellen Heft zu lesen. Ebenso kam Matthias Poeszius vom Forstamt Güstrow zu Wort, um über den „Vielfaltwald“ etwas im aktuellen Heft zu schreiben. Und nicht zuletzt ließ Robert Richter wissen, dass 1938 eine Siedlung für Forstarbeiter geplant war. „Die Unterlagen haben wir im Landesarchiv in Schwerin gefunden“, erzählte er. Doch die Pläne seien aufgrund des Kriegsbeginns ad acta gelegt worden.

Das vierte Chronikheft umfasst 68 Seiten und ist nun beim Verein erhältlich. „Ich denke, wir haben eine facettenreiche Publikation geschaffen“, sagt Bernd Krumpolt. Dass dies auch die Bewohner interessiert, zeigte sich an der großen Beteiligung und der Abnahme der Hefte.

Schon am kommenden Wochenende sind die Klueßer Sandhasen wieder aktiv. Dann wird am 28. November ab 15 Uhr in der Alten Schule der traditionelle Weihnachtsmarkt stattfinden. Und danach geht es mit großen Schritten ins kommende Jahr. Im Juni soll die 700-Jahr-Feier von Klueß feierlich begangen werden.

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