Forstamt Güstrow : Forstleute trotzen Schlamm und Nässe

Jährlicher Weihnachtsbaumverkauf auf dem Forsthof in Güstrow: Forstamtsleiter Ralf Neuß (l.) und Forstwirtschaftsmeister Martin Doliwa verpacken eine Tanne.
Jährlicher Weihnachtsbaumverkauf auf dem Forsthof in Güstrow: Forstamtsleiter Ralf Neuß (l.) und Forstwirtschaftsmeister Martin Doliwa verpacken eine Tanne.

„Feuchte“ Jahresbilanz des Forstamtes Güstrow - Weihnachtsmarkt auf Forsthof.

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10. Dezember 2017, 20:20 Uhr

Die Jahresbilanz von Ralf Neuß fällt feucht aus. „Nass und schlammig war es das ganze Jahr im Wald“, sagt der Leiter des Forstamtes Güstrow. Vor allem gerade fällt den Forstamtsmitarbeitern das Holzrücken sehr schwer, weil die Böden total aufgeweicht sind. „Wir wollten zehn Hektar wieder aufforsten, schaffen aber nur die Hälfte, weil die Flächen nur aus kleinen Seen bestehen“, sagt er. Regen und Nässe schreckten aber Sonnabend Hunderte Besucher nicht davon ab, sich auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt des Forstamtes in Güstrow einen Weihnachtsbaum auszusuchen.

330 Bäume warteten auf dem Forsthof Gleviner Burg 1 auf Käufer, die Hälfte aus dem Forstamt selbst, der Rest zugekauft. Gleichzeitig bot das Forstamt wieder die Gelegenheit, sich im Revier Kirch Rosin einen Baum selbst zu schlagen. Während die Jagdhornbläsergruppe „Zur Grenzburg“ neben dem Lagerfeuer aufspielte, verkaufte die Kita „Storchennest“ aus Hoppenrade Kuchen für einen guten Zweck. Das Forstamt bot wieder Wild an und zahlreiche Kunsthandwerker hatten ihre Stände aufgebaut. Der Weihnachtsmarkt auf dem Forsthof ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Eine gute Gelegenheit, so Ralf Neuß, das Forstamt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Trotz der durchgängig feuchten Witterung ist es dem Forstamt in diesem Jahr gelungen, die geplanten 25 000 Festmeter Holz zu verkaufen, informiert der Forstamtsleiter. „Auf die Holzqualität hat die Witterung keinen Einfluss gehabt und auch der Holzpreis ist wieder gut. Die Talsohle bei den Preisen scheint durchschritten“, sagt Neuß.

Und auch mit den bisherigen Jagden ist der 51-Jährige zufrieden. Neun Drückjagden gab es bisher im Forstamtsbereich, die letzte vergangene Woche. „Bei jeder Jagd haben wir durchschnittlich 30 Wildschweine erlegt – ein gutes Ergebnis“, so Neuß. Bis zum 10. Januar stehen weitere sechs Drückjagden, vor allem auf Schwarzwild, an. Neuß geht jedoch davon aus, dass das bisherige Verbot, auch nach dem 10. Januar Drückjagden zu machen, vom Land aufgehoben wird, um noch mehr Wildschweine erlegen zu können. „Dabei geht es um die Schweinepest-Prophylaxe“, erklärt er. Ziel sei es, der afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Bei einer Infektion führe die Pest unmittelbar zum Tod der Tiere.

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