Warnkenhagen : Forscher auf Thünens Weg

Die Thünen’schen Kreise in Tellow: Auf deren Grundlage arbeiten auch junge Forscher des Leibniz-Institutes.
Die Thünen’schen Kreise in Tellow: Auf deren Grundlage arbeiten auch junge Forscher des Leibniz-Institutes.

Kreise-Theorie noch heute von Bedeutung.

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15. Juni 2018, 12:00 Uhr

Eine hohe Aktualität bescheinigen Agrarwissenschaftler und Geographen des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien den Theorien des in der Region wirkenden Agrarforschers Johann Heinrich von Thünen. Eine Forschergruppe des Instituts besuchte das Thünengut Tellow in der Gemeinde Warnkenhagen, um in geschichtsträchtiger Atmosphäre zu verschiedenen Aspekten von Landnutzung und Landnutzungsveränderungen zu arbeiten.

Die Mitglieder der jungen Forschergruppe, zu der auch vier chinesische und ein amerikanischer Wissenschaftler gehören, wollen dazu lokal angepasste Wege finden. Dabei ging es in Tellow speziell um die Verbesserung von internen Kommunikationsstrukturen, natürlich aber auch um die theoretischen Grundlagen des Thünen-Modells. Dieses Modell der Thünen’schen Kreise, meint Daniel Müller, Privatdozent im Geographischen Institut der Berliner Humboldt-Universität, bilde bis heute eine wichtige theoretische Grundlage für verschiedene Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern. Er nutze in seinen Vorlesungen ebenfalls die Thünen’schen Ringe.

Angela Ziegler, Direktorin des Thünenmuseums: „Für das Thünen-Museum-Tellow war dieser Besuch sehr ermutigend. Dass sich junge Wissenschaftler mit den Thünenschen Lehren beschäftigen und sie zur Lösung aktueller Fragen heranziehen, zeigt uns, wie wichtig auch unsere Rolle als Vermittler des Thünenerbes an seinem Ursprungsort ist.“


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