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Bibliothek Güstrow : Fokus auf den Ersten Weltkrieg

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ab heute Bücherschau in Güstrower Bibliothek

von
erstellt am 23.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus – am 28. Juni 1914 begann die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Vier Jahre später waren nicht nur zehn Millionen Menschen tot, sondern die politische Landkarte Europas hatte sich entscheidend verändert. Drei Kaiserreiche gingen in dem Gemetzel unter, das deutsche, das russische und das österreich-ungarische. Revolutionen erschütterten Deutschland und vor allem Russland. „Ohne Ersten Weltkrieg kein Zweiter Weltkrieg“, bringt der Historiker Tilmann Wesolowski von der Güstrower Uwe-Johnson-Bibliothek die Dimensionen auf den Punkt. Dennoch habe in Deutschland die Erfahrung des Zweiten Weltkrieges die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg stark überlagert. Mit einer kleinen Bücherschau zum Weltkriegsbeginn rückt Wesolowski deshalb ab heute diese „Urkatastrophe“ wieder in den Mittelpunkt.

Acht Bücher hat er ausgewählt, dazu Informationstafeln in der oberen Etage der Bibliothek aufgehängt. Neben Erich Maria Remarques Klassiker „Im Westen nichts Neues“ steht ein ganz neuer Roman über den Ersten Weltkrieg: Avi Primors „Süß und ehrenvoll“. Auch das viel diskutierte Buch des Cambridge-Professors Christopher Clark „Die Schlafwandler“ ist dabei sowie die aufschlussreichen Tagebücher von Theodor Wolff. Aus dem Archiv stellt Wesolowski zudem die Broschüre „Mecklenburgs Söhne im Weltkrieg“ aus. „Es ist eine kleine Auswahl, die anregen soll, sich dem Thema auseinanderzusetzen“, sagt er.

Heute Abend um 19 Uhr stellt der Hamburger Historiker Tim Müller in der Bibliothek sein Buch „Nach dem Ersten Weltkrieg“ vor. Müller diskutiert morgen auch im Brinckmangymnasium mit Schülern über dieses Thema.


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