Gestüt Ganschow : Fohlenzahlen steigen wieder

Fohlenschau beim Trakehner-Nachwuchs: Gestütsinhaber Friedhelm Mencke, hier mit dem Trakehner-Brandeisen, präsentierte gestern in Ganschow 17 Fohlen einer Bewertungskommission. Das nächste Fohlen mit Mutter, gehalten von Lysann Peters, wartet schon.
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Fohlenschau beim Trakehner-Nachwuchs: Gestütsinhaber Friedhelm Mencke, hier mit dem Trakehner-Brandeisen, präsentierte gestern in Ganschow 17 Fohlen einer Bewertungskommission. Das nächste Fohlen mit Mutter, gehalten von Lysann Peters, wartet schon.

Rückgang bei Bestandszahlen in Pferdezucht gestoppt. Gestüt Ganschow verkauft bis zu 60 Pferde pro Jahr.

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28. Juni 2016, 05:00 Uhr

Anspannung gestern auf dem Gestüt Ganschow: Die Fohlenschau beim Trakehner-Nachwuchs stand an. 17 Fohlen ließ Gestütsinhaber Friedhelm Mencke von einer Kommission bewerten, es ist die erste Prüfung im Leben eines Pferdes. Akribisch wurde die Qualität jedes einzelnen Fohlens geprüft. „Die Qualität ist wichtig, um die Pferde später verkaufen zu können“, sagt Mencke. Das ist schließlich die Haupteinnahmequelle des Gestüts: Der Verkauf der Pferde nach Aufzucht und Ausbildung. Bis zu 60 Mecklenburger und Trakehner verkauft Mencke jedes Jahr, teilweise nach China oder in die USA, größtenteils aber in Deutschland selbst.

Seit 2008 sind die Bestandszahlen in der Pferdezucht rückläufig. Schlecht für das Gestüt mit seinen aktuell 250 Pferden. „Aber diese Talsohle scheint jetzt durchschritten“, sagt Mencke. „Wir spüren, dass die Fohlenzahlen wieder steigen. Der Rückgang ist gestoppt. Die Leute suchen wieder Pferde und ich gehe davon aus, dass der Verkauf sich verbessern wird.“ Pro Jahr werden in Ganschow rund 40 Fohlen geboren.

20. Ganschower Stutenparaden
Kontakt und Kartenvorbestellungen: Gestüt Ganschow, 18276 Ganschow, Telefon 03 84 58/20 226,
E-Mail gestuet-ganschow@t-online.de,
im Internet unter www.gestuet-ganschow.de.
Karten für die diesjährigen Ganschower Stutenparaden am 10., 17. und 23. Juli gibt es auch in der Güstrower Geschäftsstelle der Schweriner Volkszeitung in der Domstraße 9, Telefon 0 38 43/69 53 84 60.

Doch bevor die Pferde verkauft werden können, hat Mencke schon viel Zeit und Geld investiert. Mit drei Jahren beginnt die Ausbildung des Pferdes, in Ganschow als Reit- und Fahrpferd. Diese Ausbildung dauert bis zu zwei Jahre, erst dann sind die Pferde verkaufsreif. „Dann muss sich der Verkauf auch lohnen. Es ist nicht einfach, immer die entsprechenden Preise zu realisieren“, sagt er. Die Preise können je nach Qualität des Pferdes stark variieren, ein komplett ausgebildetes Tier kann aber bis zu 10 000 Euro kosten. Gekörte Hengste oder länger ausgebildete Pferde können zudem auch schon einmal Spitzenpreise erzielen. „Ein gekörter Hengst ist das Nonplusultra“, sagt Mencke

Neben dem Verkauf ist das Tourismusgeschäft in den vergangenen Jahren zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsstandbein für das Gestüt geworden. Ferienwohnungen, Kinderfreizeiten, Planwagenfahrten oder Reitunterricht sind eine wichtige Einnahmequelle, sagt Friedhelm Mencke. Zurzeit rollen regelmäßig Reisebusse auf das Gestüt für Besichtigungen.

Und schließlich die alljährlichen Stutenparaden, die jetzt wieder am 10., 17. und 23. Juli in Ganschow stattfinden. „Die Paraden müssen gut laufen, wir sind auf viele Besucher angewiesen“, sagt Mencke. Sowohl wirtschaftlich, als auch züchterisch seien die Stutenparaden wichtig. „Wir machen dabei auf unsere Zucht aufmerksam“, so der Gestütsinhaber. Vor jeder der drei Paraden findet immer eine Verkaufsveranstaltung statt. Beginn ist m um 10.30 Uhr. Eine Stunde später fängt dann schon das Vorprogramm an und das Schauprogramm der Stutenparaden startet an den Veranstaltungstagen immer um 13 Uhr.  

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