Mühl Rosin : Förderpreis als Krönung 2016

Christin Wilcken aus Mühl Rosin blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück.
Christin Wilcken aus Mühl Rosin blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück.

Christin Wilcken aus Mühl Rosin präsentierte ihre Kunst in sechs Ausstellungen.

svz.de von
28. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Für die Künstlerin Christin Wilcken aus Mühl Rosin war 2016 ein gutes Jahr. Sie präsentierte ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen, erhielt einen Förderpreis beim erstmals vergebenen Kunstpreis für Nachwuchskünstler in Mecklenburg-Vorpommern und ist gerade rechtzeitig vor Weihnachten von einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt aus Sachsen-Anhalt zurückgekehrt.

Für den Kunstpreis für Nachwuchskünstler konnten sich Künstler bewerben, die ihren Lebens- oder Arbeitsschwerpunkt in MV haben und nicht älter als 35 Jahre sind. Nominiert wurden schließlich sechs Kandidaten. Der Hauptpreis ging an Marie Jeschke aus Stralsund. Christin Wilcken erhielt einen der drei Förderpreise. „Ich habe mich sehr über die Ausstellung auf Schloss Plüschow gefreut, bei der Werke aller nominierten Künstler gezeigt wurden“, erinnert sich Christin Wilcken. In der die Präsentation begleitenden Publikation schrieb die Kuratorin und Galeristin Susanne Burmester zum Schaffen der Mühl Rosinerin: „Ausgangspunkt ihrer Arbeit sind meistens Naturphänomene oder Erlebnisse in der Natur. Das kann der Zustand der Dämmerung sein, eine Steinformation oder der Glanz eines Vogelgefieders. Nur mit Graphit, Pigmenten und wenigen Hilfsmitteln legt sie Farbschicht um Farbschicht übereinander um einen subtilen Zustand zu erzeugen.“ Das Schaffen von Christin Wilcken lässt sich schwer in eine Schublade einordnen. „Ich bin bildende Künstlerin“, wählt sie einen Überbegriff.

Zu sehen waren ihre Arbeiten in diesem Jahr in sechs Ausstellungen, darunter zwei Einzelpräsentationen in der Galerie Burg Klempenow und in der Galerie Michael Voss in Malchow. An Gruppenausstellungen beteiligt war sie neben der Schau „Hier & Jetzt“ auf Schloss Plüschow im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop, in Putbus und in der 26. Kunstschau „Art & Entertainment“ in der Galerie Neubrandenburg. Einblicke in ihre Arbeit gewährte Christin Wilcken auch am Tag des Offenen Ateliers im Kunstverein Röderhof. Dort hatte sie ein vom Land Sachsen-Anhalt gefördertes dreimonatiges Stipendium erhalten. „Ein Vierteljahr durfte ich konzentriert in einem geräumigen Atelier arbeiten. Das war sowohl von der Zeit als auch vom Ort eine Bereicherung für mich“, wertet Christin Wilcken, die in Mecklenburg-Vorpommern bleiben möchte, aber Stipendien oder Arbeitsaufenthalte in anderen Regionen als sehr wichtig ansieht. „Man bekommt Anregungen, gewinnt andere Sichten und schließt nicht zuletzt Kontakte mit Künstlern oder Galeristen“, sagt sie. Stipendien haben sie u.a. schon nach Schweden, Österreich, Litauen und hierzulande nach Rostock, Ahrenshoop oder auf Schloss Wiepersdorf geführt.


Open Air am Schloss Kraaz ausstellen


Im Kalender für 2017 stehen bis jetzt zwei Vorhaben. „Ich bin eingeladen worden, für die Ausstellung im Kunstforum Essenheim bei Mainz einige Arbeiten vorzustellen“, sagt sie. Das zweite Projekt wird eine Premiere sein. Erstmals beteiligt sie sich an einer Open-Air-Ausstellung. „In der Ausstellung ‚Das grüne Zitat’ werden im Park von Schloss Kaarz Kunstwerke in einem Ambiente aus uralten Bäumen und seltenen Pflanzen gezeigt. Ich mache mir gerade Gedanken, wie ich mich in diese Naturräume einbringen kann“, erzählt sie.

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